Sicherheit und Frieden neu denken


Seit der russischen Vollinvasion der Ukraine 2022 und der neuen Sicherheitsstrategie der USA, deren Auswirkungen in Namibia oder Venezuela sichtbar werden, stellt sich die Frage nach Frieden uns Sicherheit in Europa neu: Wie kann eine eigenständige Verteidigungspolitik aussehen? Wer verteidigt uns im äußersten Notfall eigentlich? Und was wird überhaupt verteidigt? Welche Rolle spielt dabei die Zivilgesellschaft? Was erwarten unsere europäischen Nachbarn von Deutschland?
Der Freundeskreis der Garnisonkirche Potsdam geht diesem Thema mit einer Veranstaltungsreihe an drei Abenden mit unterschiedlichen Schwerpunkten nach.
In ihrem jährlichen Gutachten plädierten im Juni 2025 vier deutsche Friedensforschungsinstitute für mehr Unabhängigkeit in der europäischen Verteidigung von den USA.
Das Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC), das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), das Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen (INEF) und das Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF) empfahlen angesichts der veränderten Sicherheitslage mehr eigenständige Verteidigung in Europa. Diese sollte nicht allein auf die Erhöhung der europäischen Verteidigungsfähigkeit zielen, sondern auch auf die Verteidigung und den Ausbau der regelbasierten Ordnung. Das wiederum erfordert, einerseits verstärkt mit gleichgesinnten Demokratien, andererseits aber auch mit Staaten zusammenzuarbeiten, die nicht die gleichen Werte, aber das gleiche Interesse an starken regelbasierten Weltordnungspolitik teilen.
„Die Europäische Union muss Strategien entwickeln, um ihre Verteidigung – vor allem gegen die Bedrohung durch Russland – auf lange Sicht unabhängig von den USA sicherzustellen“, forderten die Wissenschaftler in Berlin bei der Vorstellung ihres Friedensgutachtens 2025.
Insbesondere wurde darauf verwiesen, Lücken in den militärischen Fähigkeiten zu schließen, die Rüstungsbeschaffung zu europäisieren und gemeinsame Verteidigungsstrukturen auszubauen.
Parallel dazu, müssten Rüstungskontrolle und diplomatische Initiativen dafür sorgen, dass Konflikte nicht eskalieren. „Um den Frieden ist es gegenwärtig schlecht bestellt“, diagnostizieren die Forscher.
Weltweit habe sich das Konfliktgeschehen in den vergangenen Jahren weiter verschärft: 2024 seien mehr als 122 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Gewalt gewesen.
Bei unserem Nachdenken über die aktuelle Situation in Deutschland, in Europa und in der Welt, wollen wir die Erkenntnisse dieses Gutachtens nutzen, um Handlungsempfehlungen zu verstehen und umzusetzen. Frau Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Redaktionsleiterin des Gutachtens, wird die Kernthesen erläutern und im Gespräch mit Dr. Martina Weyrauch debattieren.
Die Veranstaltungreihe wird gefördert durch die

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