Rückblick: Religions-Philosophische Schulprojektwoche


Unsere Woche in der Garnisonkirche (von Tim, Malte und Bruno – 11. Klasse)
Die Projektwoche stand unter dem Motto „Religion zwischen Krieg und Frieden“. Der 11. Jahrgang des Hermann-von-Helmholtz Gymnasiums verbrachte vier Tage gefüllt mit Exkursionen und Begegnungen mit verschiedenen Religionsgemeinschaften sowie kreativem Tun.
Dienstag war der erste Tag der Projektwoche. Dieser Begann morgens um 7.45 Uhr in der Garnisonkirche.
Ein kurzer geschichtlicher Impuls zur Garnisonkirche: Die Kirche wurde unter Friedrich Wilhelm I. nach den Plänen von Philipp Gerlach 1730 – 1735 erbaut. Potsdam war zu dieser Zeit eine Garnisonstadt, daraus ergab sich die Notwendigkeit einer Kirche für die Soldaten und ihre Familien zu bauen. Das Kirchenschiff war zur damaligen Zeit für rund 3000 Personen ausgelegt. Die Garnisonkirche hat auch eine wichtige Bedeutung während des Nationalsozialismus gehabt: Am 21. März 1933 während des „Tags von Potsdam“ entstand nach der Eröffnung des Reichstags und der offiziellen Machtergreifung der Nationalsozialisten ein Foto, in welchem sich Hitler und Hindenburg die Hand geben. Dieses Foto wurde später als Symbol für die Machtübertragung und der Bruch der Weimarer Republik gedeutet. Nach der Zerstörung der Garnisonkirche durch die Briten im April 1945 wurde sie 1968 durch die DDR endgültig beseitigt, um Platz für das Rechenzentrum zu schaffen. Der Turm der Garnisonkirche wurde aber anhand von alten Fotos rekonstruiert und von 2017 bis 2024 wieder aufgebaut. Der oberste Teil, welcher das Glockenspiel enthält, wird erst 2027 fertiggestellt.
Die 11. Jahrgangsstufe wurde in 4. Basisgruppen eingeteilt, in denen die Schüler zwei Impulsveranstaltungen begleiten durften. Der erste Impulsvortrag fand unter dem Thema „Geschichte der Garnisonkirche – Symbolhaftigkeit und Wandel des Ortes“ statt. Dieser enthielt eine Gruppenarbeit, in der die Geschichte anhand von Bildern genauer erarbeiten wurde. Weiterhin wurde uns die Geschichte zum Nagelkreuz dargelegt. Jeweils zwei der vier Basisgruppen besuchten einen Workshop. Der zweite Impulsvortrag lief unter dem Thema „Spuren der Religion, des Militärs und der Macht im Stadtbild“. Dieser Vortrag war für viele von uns ein Highlight, da dies ein Gang auf den Turm der Kirche beinhaltete. Von dort konnten wir bei klarem wolkenlosem Wetter einen traumhaften Blick über die Stadt Potsdam werfen. In diesem Zusammenhang wurde einiges über die einzelnen Elemente der Stadt erzählt. Außerdem wurde uns bewusst, dass viele Charakteristika der Stadt Potsdam erst aus der Höhe deutlich werden. Diese Workshops dienten auch der Teambildung und fungierten als geschichtlicher Einstieg.
Im Laufe der Woche folgten diverse Seminare und Workshops.
Das Praxisseminar zum Thema „Versöhnung und Frieden“ diente als Anregung oder Denkanstoß. Die Schüler evaluierten ihre persönlichen Ansichten zur Reihenfolge der Konfliktbewältigung. Basierend darauf wurden verschieden Meinungen aufgriffen, hinterfragt und kritisch diskutiert. Die letzte Aktion des Seminars haben wir uns mit dem Nagelkreuzgebet auseinandergesetzt, indem die Schüler sich mit den Ansichten der Religion zum Thema Versöhnung beschäftigten.
Das zweite Praxisseminar an diesem Tag fand unter dem Thema „Demokratie im Alltag“ statt. Dieses Seminar war mehr praxisgebunden als die anderen. Die Schüler wurden aktiv dazu motiviert, die eigene Meinung zu einem Thema preiszugeben und diese kritisch zu hinterfragen. Das Seminar gipfelte in einem Spiel, welches den Schüler das System Demokratie näherbringen sollte, aber auch zeigen sollte, was passiert, wenn Entscheidungen nicht demokratisch getroffen werden.
Ein weiterer Tag bestand darin, verschieden Religionen kennenzulernen und mit Mitgliedern der Ortsgruppen zu sprechen. Wir durften die römisch-katholische Kirche, das Judentum, die eher neue Religion Bahai, das House of One und den Islam kennenlernen. Begegnungen fanden entweder in den Ortsgruppen oder in der Schule statt. Die Schüler berichteten von interessanten und lehrreichen Begegnungen. Wir erfreuten sich besonders daran, dass wir auch sehr persönliche Fragen stellen durften und somit ein noch tieferer Einblick in die Rituale, Sitten und Handlungsweisen der Menschen bekommen konnten. Es kamen zudem viele Diskussionen und Gespräche zustande.
In den kreativen Workshops ließen wir die vergangene Woche Revue passieren und den Freitag ausklingen. Es gab verschiedene Themen, welche wir frei wählen durften, z.B. die Dokumentation der Woche, Mini-Hefte gestalten, Linolschnitte anfertigen oder Videos schneiden.
Ein Teil dieser Workshops fand außerhalb der Garnisonkirche, z.B. im Filmmuseum oder im Rechenzentrum statt. Als Abschluss stellte jede Gruppe ihre Kreativarbeit in der Aula unserer Schule vor.
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