Erinnern, verstehen, weitergeben: Präsentation von „Potsdam 1945 reloaded“

Am 16. Februar präsentierten unsere beiden Bundesfreiwilligen Tamina und Johanna die Ergebnisse ihres Geschichtsprojektes „Potsdam 1945 reloaded“.

Bereits im Oktober übernahmen sie das Projekt und begannen mit ihrer Recherche. Dabei lasen sie nicht nur viele Artikel und Berichte durch, sondern sprachen auch mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. Zudem begaben sie sich mit einem Historiker begaben auf eine geschichtliche Spurensuche durch die Potsdamer Innenstadt.

 

„Wir haben viel Neues über die Stadt Potsdam und ihre Geschichte gelernt – Tamina sogar über ihre eigene Familiengeschichte.“, sagt die Bundesfreiwillige Johanna. Denn, Taminas Opa, einer der Zeitzeugen, wurde nur wenige Tage nach der „Nacht von Potsdam“ am 16. April 1945 geboren.

 

In ihrer Präsentation stellten sie anschaulich dar, worum es in ihrem Projekt geht, und erklärten, warum sie sich damit beschäftigt haben: „Krieg und Zerstörung sind immer ein aktuelles Thema.</em> Deshalb halte ich es für wertvoll, wenn durch solche Projekte Erinnerungen an die Ereignisse in Potsdam 1945 an die nachfolgenden Generationen weitergetragen werden. Denn irgendwann haben wir nicht mehr die Möglichkeit mit Zeitzeugen zu sprechen. Die Geschichte dürfen wir aber trotzdem nicht vergessen“, sagt die Bundesfreiwillige Tamina.

 

Während ihrer Vorstellung der Geschehnisse zum Kriegsende in Potsdam kam auch die Zeitzeugin Ursula Weyrauch zu Wort. Sie floh im Januar 1945 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester von Oberschlesien nach Potsdam und erlebte hier das letzte Kriegsjahr als Neunjährige.

 

Nach ein paar Fragen aus dem Publikum schlossen Johanna und Tamina ihre Präsentation mit dem, was die Zeitzeugen den jüngeren Generationen mitgeben wollen. Und dabei sind sie sich alle einig: Man sollte so oft wie möglich an Vergangenes erinnern, Haltung zeigen und immer seinen Verstand benutzen.

 

Um es mit den Worten des Zeitzeugen Detlef Schöning zu sagen: „Geschichte vergeht nicht. Sie vergeht auch dann nicht, wenn man sich nicht mit ihr beschäftigen will.“

 

Die interaktive Präsentation „Potsdam 1945 reloaded“ kann durch die Bundesfreiwilligen auch an Schulen gezeigt werden. Bei Interesse oder Rückfragen freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme unter: Hana Hlásková, bildung@garnisonkirche-potsdam.de, 0331 95133397.

 

Die StoryMap ist über unsere Lernplattform zu finden: Potsdam 1945 reloaded