Vom Transparent zur Stimme: Erinnerungen an den Olof-Palme-Friedensmarsch 1987

Vor 39 Jahren führte der Olof-Palme-Friedensmarsch auch durch die DDR. Kirchliche Gruppen und unabhängige Friedensaktive nutzten im September 1987 die ungewöhnlichen Freiräume, um eigene Forderungen nach Frieden, Abrüstung und Begegnung öffentlich zu machen. Auch in Potsdam: Am 10. September fand an der Havelbucht ein großes Friedensfest statt.

Mit unserem Bildungsprojekt „Vom Transparent zur Stimme“, dass durch die Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert wird, beschäftigen wir uns 2026 mit diesen Ereignissen, recherchieren Quellen und Erinnerungen und fragen zugleich danach, was sie uns heute zu sagen haben.

 

Rund um den diesjährigen Jahrestag sind einige Ergebnisse unserer Arbeit entstanden:

 

  • Unter der Überschrift „Nicht gleich. Aber gemeinsam“ erschien außerdem ein gemeinsamer Beitrag von Hana Hlásková und Hannah-Maria Liedtke auf der Titelseite der Evangelischen Wochenzeitung die Kirche. Ausgehend vom Friedensmarsch fragt er danach, wie Zusammenhalt trotz unterschiedlicher Erfahrungen und Überzeugungen gelingen kann. Die damalige Forderung, die „Gemeinsamkeit in Vielfalt“ zu wagen, bildet dabei eine Brücke zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen. In der Garnisonkirche liegen einige Exemplare zum Mitnehmen aus. Online ist der Artikel hier verfügbar: Zusammenhalt braucht Vielfalt und Widerspruch – Evangelische Zeitung

 

  • Auch die Lebendige Bibliothek „Viele Stimmen für den Frieden“ am 17. September wurde medial begleitet. Der Evangelische Rundfunkdienst produzierte dazu einen Hörbeitrag für den rbb: Lebendige Bibliothek: Kirche im RBB Über die Lebendige Bibliothek selbst berichten wir im November noch ausführlicher.

 

 

Hinter „Vom Transparent zur Stimme“ steht ein kleines Projektteam: Hana Hlásková, Bildungsreferentin der Stiftung Garnisonkirche Potsdam, Hannah-Maria Liedtke, freie Bildungsreferentin, Christoph Wunnicke, freier Historiker, Clara Bellgardt, studentische Mitarbeiterin, und Nadja Schütt, freie Grafikerin. Gemeinsam bringen sie historische Recherche, Bildungsarbeit und Gestaltung zusammen und entwickeln daraus Bildungsangebote, Veranstaltungen und öffentliche Beiträge.

 

Das Projekt „Vom Transparent zur Stimme“ wird 2026 von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.