18.01.2013 | Andacht zur Jahreslosung beim Neujahrempfang der FWG am 15.01.2013

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13,14)   perfektes Glück, endlose Liebe, ein lachendes Kind. Wir suchen stetig, solange wir sind, Wir suchen stetig, rastlos, ohne Ruh, Erfüllung, Antwort, die Lösung, den Schuh.   wir suchen alle, ein Leben lang. sind getrieben von einer Sehnsucht, einer Sehnsucht, die

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13,14)

 

perfektes Glück, endlose Liebe, ein lachendes Kind.

Wir suchen stetig, solange wir sind,

Wir suchen stetig, rastlos, ohne Ruh,

Erfüllung, Antwort, die Lösung, den Schuh.

 

wir suchen alle, ein Leben lang.

sind getrieben von einer Sehnsucht,

einer Sehnsucht, die doch nur fern und am Horizont zu erahnen ist.

Nur eine Ahnung: Da ist etwas,

Nur eine Ahnung, aber deren bin ich mir ganz sicher.

Es ist nicht genau zu erkennen, was am Horizont wartet,

auch rückt er immer weiter weg, der Horizont, wenn ich versuche mich zu nähern.

Mein Wunsch, am Ende klar zu sehen, was ich dort ahne, wird nicht erfüllt.

Und so suche ich, mein Leben lang…

 

perfektes Glück, endlose Liebe, ein lachendes Kind.

Wir suchen stetig, solange wir sind,

Wir suchen stetig, rastlos ohne Ruh,

nach Erfüllung, der Antwort – und was suchst Du?

 

Wir suchen lebend und wir leben suchend in dieser Stadt,

die so viele schöne Parks und Straßen und Häuser und Gärten hat.

Und wir alle sind Teil von ihr, wir alle versuchen unser Bestes, damit die Stadt, in der wir streben und suchen, lebenswert ist und bleibt.

Wir bauen an ihr, an den Parks und den Häusern…

und wir, wir bauen eine Kirche, aus Ziegeln, Mörtel und Zement,

wir bauen die Kirche, im Glauben, mit Gebet und Gesang.

Und bei all unserem Bauen, Singen und Suchen, solange wir sind,

ahnen wir doch: Es ist vergebens, ist endlich, ist Haschen nach Wind.

Doch wir suchen, die bessere Stadt, die bleibende Kirche,

unser Leben lang, suchen wir…

 

perfektes Glück, endlose Liebe, ein lachendes Kind.

Wir suchen stetig, solange wir sind,

Wir suchen stetig, rastlos ohne Ruh,

nach Erfüllung, der Antwort – und was suchst Du?

 

Haschen nach Wind, alles wächst und vergeht.

Vorläufig ist all unser Tun, all unser Suchen hier auf Erden, nur vorläufig.

Gern käme ich an, in meinem Leben, in dieser Stadt, im Du,

doch es bleibt eine Unruhe, meine Suche nach dem, was am Horizont verschwommen ich ahne und glaube, mein Horizont…

Ist es Gott?, ist es mein zukünftiger, mein bleibender Ort?,

ist es unsere zukünftige Stadt und Stätte?

Die Antwort ist offen, nur die Gewissheit ist da und die Hoffnung reicht weit, weit hinter den Horizont, die Hoffnung auf…

 

perfektes Glück, endlose Liebe, ein lachendes Kind.

Wir hoffen stetig, solange wir sind,

Wir hoffen stetig, rastlos ohne Ruh,

auf Erfüllung, auf Antwort – und worauf hoffst Du?

 

Und so hoffen wir auch auf eine zukünftige Stadt,

die ohne Sorgen, ohne Tränen, ohne Leid,

ohne Sklaven und Herren, wo alle befreit

von allem, was uns hier gelitten hat.

 

Denn hier haben wir keine bleibende Stadt,

sondern die zukünftige bauen wir

und manchmal wohnen wir bereits in ihr

in Häusern ohne Dach und ohne Tür.

 

Ja wir haben hier keine bleibende Stadt,

sondern die zukünftige suchen wir,

die Göttliche, auch im Jetzt und hier

und suchen, bis wir lebenssatt.

 

Denn wir haben hier keine bleibende Stadt,

sondern die zukünftige suchen wir

zusammen glaubend, hoffend lieben,

- wie wär’s? -

sollte uns das für ein Jahr nicht genügen?

 

Und der Friede Gottes, der höher und stärker und größer ist als all das, was wir auf Erden bauen können, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus unserem Herrn. Amen.

 

Juliane Rumpel, Pfarrerin

Inspiriert durch ein Poem des Dichters und Theologen Thomas Thieme

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