Und was denken Sie über den Wiederaufbau der Garnisonkirche?

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Gästebuch

13. Juni 2019 | 17:48

Wolfram Kolodziej

Ich begrüße als gebürtiger Potsdamer das Projekt zum Wiederaufbau und das Engagement der Stiftung zur kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Die jüngsten Signale des Potsdamer Oberbürgermeisters sind enttäuschend. Ich hoffe, er überdenkt seine Haltung.


14. Mai 2019 | 07:13

Burkhard lange, essen

Der garnisonturm ist für mich ein Stützpunkt der inneren Werte. Er verbindet die Jahrhunderte und weist in die Zukunft. In eine Zukunft des Friedens und der Liebe.


28. Februar 2019 | 01:44

Geltinger

Tolles Projekt welches eine Brücke schlägt zwischen historischen und neuzeitlichen Baustilen und sicher eine weitere Tourismusattraktion........


31. Januar 2019 | 10:43

Renate Wietschel

Biesow, Märkisch-Oderland, den 31. Jan. 2019
Ich hatte bereits im Okt. 2017 in meinem blog.ahnenforschung.wietschel.de einen mehrseitigen Beitrag eingestellt, in dem ich meine persönliche Beziehung zu Potsdam und zu seiner Garnisionskirche beschreibe und ihren Wiederaufbau begrüße, was mein Sohn, heute in Potsdam zu Hause, so nicht nach vollziehen kann.




02. Januar 2019 | 17:24

Wolfgang Mohr

Ich hatte schon in der Vergangenheit zweimal in Briefen , die hier veröffentlicht wurden mich deutlich für den Wiederaufbau der Garnisonkirche ausgesprochen. Während man überall in Deutschland beobachtet, wie nach ihrem Wiederaufbau rekonstruierte Gebäude von der Bevölkerung in großer Mehrheit begeistert befürwortet und bewundert werden, so kann man die Argumente der Gegner einer Wiederherstellung der Garnisonkirche nicht begreifen. Im letzten Jahr konnte man in Berlin die Freude vieler Menschen sehen, als die Parochialkirche ihre Spitze wieder erhalten hatte und das Glockenspiel erklungen ist. Es wäre doch höchste Zeit, dass der Turm der Garnisonkirche in voller Höhe mit Obergeschoss und Glockenspiel wieder stehen würde. Es ist schon viel zu viel Zeit vergangen. Ich hatte als Christ und Kunstfreund doch gedacht, dass nach dem Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche, der mit großer Begeisterung erfolgte, bald die Rekonstruktion der Garnisonkirche angegangen würde. Es ist also höchste Zeit das zu verwirklichen
Wolfgang Mohr


01. Januar 2019 | 19:21

Günther Mierisch

Sophie Scholl,am 24.10.1990 wurde nicht der Neuaufbau der GK demokratisch von der SVV beschlossen,sondern die behutsame Wiederannäherung der Potsdamer Mitte an den charakteristischen historisch gewachsenen Stadtgrund und Aufriß.Ja,der Beschluss liegt jetzt 28 Jahre zurück,aber in den 28 Jahren hat sich grundsätzlich an der Beschlusslage nichts geändert.(Warum auch!)Es wurden zwischenzeitlich die Beschlüsse von den SVV alle paar Jahre bis heute immer wieder bestätigt.Diese Planungen brauchten nun mal 28 Jahre um zu Reifen.Und jetzt werden sie nach und nach umgesetzt.Und das ist gut so!
Zum zweiten Teil ihres Kommentares,muss man nichts mehr schreiben.


01. Januar 2019 | 17:28

Jürgen Wessel

Es ist eine beklemmende Erkenntnis, dass die im Lande Brandenburg „an die Macht gekommenen Bürger der ehemaligen DDR, die nichts dazu gelernt haben“ und zu denen sich einzelne Zeitzeugen auf keinen Fall zählen möchten und „die nunmehr eigene Wunden heilen, indem sie sich vorbereiten, zukünftig neue Wunden zu schlagen“! Entschuldigung, muss ich – muss „man“ - diese Kausalität verstehen?

Potsdam gehört zu den wirtschaftlich am stärksten wachsenden Landeshauptstädten Deutschlands. Wie keine andere Region in Brandenburg entwickeln sich Potsdam und seine Umgebung mit moderner Industrie, Dienstleitungsbetrieben und weltweit geachteten Forschungseinrichtungen zu einem Zentrum der Hochtechnologie, das auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereitet ist. Mit seinem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 19,6 Milliarden EURO im Jahre 1991, das bis 2017 auf 69,1 beständig gewachsen ist, erfährt Brandenburg eine Entwicklung, an die doch wohl vor 1990 nicht zu denken war. Die wirtschaftliche Prospertät Brandenburgs und Potsdams ergänzt sich fördernd durch naturschöne märkische Wälder und Seen, verbunden mit dem verschwenderischen Reichtum der mit Recht als „preußisches Arkadien“ gepriesenen Kulturlandschaft, zu der seit 1732 die Garinsonkirche zählte, die aber von der Generation mit vermeintlich „anderen Sorgen, Nöten und Weltsichten“, von der der o.g. Kreis von Rezensenten überzeugt ist, sie „hasste“ die wiederaufgebaute Potsdamer Garnisonkirche „wie die Pest“! Sehr wahrscheinlich mit Blick auf das Landtagsgebäude in der wieder aufgeführten Architektur des Knobelsdorffschen Stadtschlosses und des wieder erstandenen Palais Barberini als Museum Barberini hat allein der Zuzug „konservativer Menschen“ es zu verantworten, dieses Arkadien „zu einem dekadenten Ort“ verkommen zu lassen, was allein auch nur das Anliegen – die „Hauptaussage“ - der Garnisonkirche ist“.

Die im Geiste des Pietismus Friedrich Wilhelms I wieder aufgebaute Garinsonkirche bietet würdig Anlass, selbst diese Sicht der Dinge nachsichtig, begründet allein in christlicher Demut, zu ertragen, um auch so in Zukunft, für das Recht auf uneingeschränkte Meinungsfreiheit einzutreten


28. Dezember 2018 | 19:47

Wolfgang Banse

Sehr geehrte, liebe Frau Scholl,ich habe Ihren Beitrag im Gästebuch auf der Hompage der Garnisionskirche mehrfach gelesen.Mir tut es sehr leid, dass Sie mit der Kirche auf Konfrontationskurs stehen.Die Gründe mögen aus Ihrer Sicht vielseitig sein.So lange Menschen in der Kirche wirken,wird die Kirche, werden die Kirchen in einem gewkissen Konflikt stehen.Gläubige, Hauptamtliche und Ehrenamtliche sind auch nur Menschen,nicht fehlerfrei.Persönlich identifiziere ich mich mit dem Theologen und Widerkampfskämpfer Dietrich Bonhoeffer.der sich dafür aussprach ,dass Kirche für andere dasein sollte.Dies hat bis heute,28. Dezember2018 seine Berechtigung und Gültigkeit.Die neue Garnisionskirche wird eine Kirche des Betens, Singens,örens sein.Aus der Vergangenheit ,so hoffe ich es ,wurden Lehren gezogen,dass die Kirche nicht wieder zum Part einer politischen Bewegung wird.Viel leistet die Kirche,zwar nicht immer aus eigener Kraft,obwohl Staat und Kirche nach dem deutschen Recht getrennt sind,aber sie fühlen sich in der Pflicht genommen,worauf sie sie sich berufen,Jesus Christus in der Nachfolge zu lbene, Ich bin ganz Ihrer Auffassung dass die Landeshaupt-stadt Potsdam nicht eine elitäre, einkommensstarke Stadt werden darf. Alle Bevölkerungsschichten sollten und sollen in dieser Stadt leben, arbeiten, wohnen können, ohne Ansehen der Person, des Status, Hautfarbe, Religions-und GlaubenszugehörigkeitSeien Sie sehr geehrte , liebe Frau Scholl gewiss,dass dies mit allen legalen zur Verfügung rechtlichen Mitteln verhindert werden wird.Ihnen wünsche ich von Herzen, ein gutes, gesundes, friedvolles Jahr 2019.Mit freundlichen Grüssen Wpöfgang Banse


20. Dezember 2018 | 12:49

Sophie Scholl

Die Garnisionskirche wird nun offenbar gebaut. Es ist jedoch mitnichten so, dass diese Frage - wie im PNN-Interview am 20. Dezember 2018 von Herrn Dombert behauptet - in der Bürgerschaft geklärt ist. Der Wiederaufbau der Garnisionskirche wurde direkt nach der Wende demokratisch beschlossen. Zwischen diesem demokratischen Beschluss und dem tatsächlichen Baubeginn liegt eine ganze Generation (28 Jahre!), die ganz andere Sorgen, Nöte und Weltsichten hat und für die der Aufbau dieser Kirche die Pest ist. Diese Kirche steht dafür, dass die Generation der ehemaligen DDR-Bürger, welche heute in Macht gekommen ist, nichts gelernt hat und ihre eigenen Wunden damit heilt, in der nächsten Generation neue Wunden zu schlagen. Potsdam verkommt zu einem dekadenten Ort reicher, konservativer Menschen - das ist die Hauptaussage dieser Kirche.


16. Dezember 2018 | 10:30

Jürgen Wesel

Es lässt sich augenscheinlich nicht vermeiden, dass jede Erörterung über den Wiederaufbau historischer Gebäude wie dem der Potsdamer Garnisonkirche sofort und unvermeidlich in eine ideologische, zuweilen parteipolitisch dominierte Auseinandersetzung über deutsche Identität und deutsches Selbstwertgefühl mündet! Auch wenn es zu Recht für viele kein Trost ist, so ist aber die bei den Deutschen latent angelegte hingebungsvolle, häufig unreflektierte Bewunderung all dessen, was nicht "DEUTSCH" ist, keine Besonderheit unserer Zeit, sondern reicht weit zurück in die deutsche Seelenwanderung vergangener Jahrhunderte, die vermutlich im 17. und 18. Jahrhundert, nach dem Ende des anderen großen Krieges der Neuzeit, dem Dreißigjährigen von 1618 bis 1648, begann, als die Deutschen vozugsweise alles Französische hemmungslos in Kunst und Politik "adorierten". Der Katastrophe von 1618 bis 1648 ist allerdings kein größenwahnsinniger Rausch deutscher Überheblichkeit vorausgegangen, dennoch hat Churchill 1945 verallgemeinernd philosophiert, man habe die Deutschen entweder im Genick oder vor sich auf dem Boden kriechend.

Es lässt sich offenbar einem Teil der politischen Klasse Deutschlands nicht vermitteln, dass die Entstehung der Garnisonkirche historisch durch den Pietismus Friedrich Wilhelms I und von mörderischen Erlebnissen von Land und Leuten im Dreißigjährigen Krieg in einem total wehrlosen Staatswesen geprägt war! Dem Trauma des Dreißigjährigen Krieges folgte in Brandenburg ein Paul Gerhard, dessen bewegende Kirchenlieder auch im 21. Jahrhundert tief emotional vermitteln, welches Leid die Menschen zu erdulden hatten! Ohne Übertreibung lässt sich daher feststellen, dass - wie sich dies in den modernen Staaten Europas wiederholte - ein in Friedenszeiten "stehendes Heer" nicht etwa als lästige Bedrohung, sondern doch wohl vorbeugend als Schutz in Friedenszeiten begriffen wurde. In diesen Dienst alleine wurde auch die Garnisonkirche gestellt - und nicht banal als Kulisse für eine zweihundert Jahre später nszenierte Intrige deutscher Geschichte - wie dies nun immer wieder in ermüdender Monotonie perpetuiert wird! So gerechtfertigt diese Betrachtungen zur historischen Deutung der Garnisonkirche auch sein mögen, ebenso bedeutsam ist doch wohl die baugeschichtliche Relevanz, die die Kirche für das unverwechselbare Stadtbild Potsdams besitzt, weil sie einfach nur schön, auch imposant, aber einfach ästhetisch und - um ein, in einem anderen Zusammenhang verwendetes Wort von Albert Einstein zu gebrauchen - "organisch" - das Bild der Stadt bis Nicolaikirche und "Landtagsschloss" prägt.




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