Und was denken Sie über den Wiederaufbau der Garnisonkirche?

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Gästebuch

19. März 2021 | 12:28

Jürgen Wessel

Ebenso wie die Türme der Münchner Frauenkirche, die Türme des Kölner Doms, der Turm der Hamburger St. Michaeliskirche oder auch die Kuppel der Dresdner Frauenkirche unverwechselbar der Identifikation ihrer Städte dienen, so prägend sind seit 1732 der Turm und das Kirchenschiff der Hof und Garnisonkirche für Potsdam. Ebenso wie dies für die Geschichte der vorgenannten Kirchen gilt, liegen die sinnstiftenden Absichten für den Bau der Potsdamer Kirche im Geist der Zeit ihrer Grundsteinlegung, die in Potsdam in das Jahrhundert nach Ende der Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges fiel. Staatspolitisch zogen die um Friedenssicherung und Prosperität ringenden Staaten Europas als Lehre aus den Nöten des Krieges: Merkantilismus, gesetzgeberisch organisierte Verwaltung und ein stehendes Heer!, das bereits in Friedenszeiten auf disziplinierte Kriegsführung vorbereitet werden sollte, was den marodierend durchs Land ziehenden Söldnerheeren des Dreißigjährigen Krieges grundlegend fehlte. Zweihundert Jahre vor dem 21. März 1933 verfolgte der fromme, durchaus auch ehrlich „gottesfürchtig“ zu nennende König und Bauherr Friedrich Wilhelm I mit der Garnisonkirche zweifelsfrei militärseelsorgerische Ziele, denen sich die deutsche Bundeswehr auch im 21. Jahrhundert verpflichtet fühlt. Anlass für den „Tag von Potsdam“ war der im deutschen Parlamentarismus auch heute noch übliche Kirchbesuch der Abgeordneten beider Konfessionen nach einer Neuwahl des Parlamentes, der auf Betreiben der NSDAP nach Potsdam verlegt wurde, um ihre vermeintliche Verbundenheit mit dem deutschen Bürgertum unter Beweis zu stellen. Statt die Garnisonkirche bösartig deshalb als „Nazikirche“ zu denunzieren, weckt heute allein die Perfidie Abscheu, mit der vorgegaukelt wurde, die NSDAP setzte staatliche Ordnung und preußische Rechtsstaatlichkeit fort. Hierbei muss zudem daran erinnert werden, dass die berühmt - berüchtigten Ermächtigungsgesetze erst drei Tage nach dem „Tag von Potsdam“ im Reichstag beschlossen wurden und die Soldaten, die am 21. März durch Potsdam marschierten waren noch nicht auf Adolf Hitler eingeschworen. Die Ungeheuerlichkeit, mit der sich die deutsche Militärführung ohne Not auf den Regierungschef vereidigen ließ, erfolgte erst ein Jahr später, nach dem Ableben von Hindenburg. Die Perfidie, mit der die Garnisonkirche gleichsam sinnstiftend für die Verbrechen der Hitlerdiktatur symbolisiert wird, soll doch wohl nur nachträglich der Rechtfertigung der schändlichen Sprengung der Kirche durch den bekennenden Preußenhasser Walter Ulbricht dienen.


15. März 2021 | 10:28

Dr. Ralf Andreas Jakobi

Als Nicht-Potsdamer steht mir zwar kein Urteil zu, doch war ich auch schon in besagter Stadt und halte schon rein aus städtebaulicher Sicht die Rekonstruktion der Garnisonkirche für sinnvoll. Meine Heimatstadt Pirmasens war im 18. Jahrhundert Residenz des Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt (1719-1790), der ein Bewunderer Friedrichs II. von Preußen war (auch eine Zeitlang ihm als Offizier diente). Er errichtete damals die Hof- und Garnisonkirche, die heutige protestantische Lutherkirche. Sie wurde im Krieg 1944/45 bis auf die Umfassungsmauern zerstört und danach sogleich wieder aufgebaut; schließlich rekonstruierte man – auch aus städtebaulichen Gründen – den historischen Turmhelm. Möglicherweise hatten zwischen 1933 und 1945 auch einige NS-Größen das Gebäude besucht, doch deswegen die Ruine abzutragen, kam niemand in den Sinn. Ich vermute, daß die Gegner der Rekonstruktion in Potsdam eher Personen sind, die aus Prinzip nach Möglichkeit immer opponieren. Erinnert an Groucho Marx, der in einem seiner Filme ein (notabene rollenbezogen selbstironisches) Couplet sang mit dem Refrain: „Before you have commenc'd it, I'm against it!”.
A propos erinnert: Ich verstehe einen Teil Ihres Mottos nicht, auch wenn ich Ihre Initiative gutheiße: Was bedeutet „Geschichte erinnern”? Erinnern kann ich nur Personen an irgendetwas. Oder ich erinnere mich einer Sache. Die Geschichte kann ich nicht erinnern (woran resp. wessen auch?), denn sie ist keine Person mit Gedächtnis. Hier spukt wohl der Grammatikfehlerteufel – vermutlich liegt eine Verwechslung mit „to remember” vor, welches im Englischen tatsächlich mit einem direkten Objekt steht. Im Deutschen klappt dies nicht.


13. März 2021 | 12:30

Eberhard Gutjahr

Als ehemaliger Täufling der Garnisonkirche (30.11.1941) hoffe ich, die Einweihung gesund miterleben zu können!


12. März 2021 | 06:19

Burkhard Lange

Eine wirklich gute Idee, der Garnisonkirchenturm. Er verbindet
mit seinen umfangreichen Angeboten die Alte Zeit mit der
Neuen.
Als Mahnmal und Leuchtturm gibt er die Richtung an.
Ich würde mich freuen, wenn er von ganz viele Menschen
angenommen würde.
Meinen Segen hat er.


20. Februar 2021 | 19:03

Günther Mierisch

Da bauen Sie ,es(GK) wieder auf,Zukünftig als ein Symbol für Frieden,Versöhnung und Verständigung.
IMMER wieder werde ich diese beiden Gebäude gern betreten,und IMMER werde ich sagen:schön das es diese Gebäude in Berlins und Potsdams Stadtbild wieder gibt.


12. Februar 2021 | 15:44

Detlef Schücker

Da bauen Sie es wieder auf, das Symbol für Militarismus und Faschismus. Reiht sich ein in die Reihe mit dem Berliner Schloss. Da basteln Sie und ihre Freunde aus der Elite wieder die Symbole des Denkens, das im letzten Jahrhundert zu zwei von Deutschland vom Zaun gebrochenen Weltkriegen geführt hat. NIE werde ich diese Gebäude betreten und IMMER werde ich Sie und Ihresgleichen bekämpfen.
Detlef Schücker


29. Januar 2021 | 14:34

Wolfgang Banse

Potsdam, Landesshauptstadt des Bundeslandes Brandenburg wäre um vieles ärmer, wenn es die Nagelkreuz-Kapelle nicht gäbe.Kirchen, Kapellen gehören ins Stadtbild, zu den Dörfern.Es tut gut, dass Menschen sich engagieren was den Wiederaufbau der Garnisionskirche anbetrifft.Kirchen sind und sollten ein Ort des Betens, Hörens auf Gottes Wort sein..Andachten und Gottesdienste waren und sind das Zentrum des christlichen Glaubens. Glück auf und weiterhin Gottes reichen Segen was das Gedeihen des geplanten Gotteshauses betrifft.


27. Januar 2021 | 15:41

Paul

die Garnisonkirche in Potsdam gehört genauso zu Potsdam wie das Stadschloss.
und weg mit dem Rechenzentrum genau wie das ehemalige Interhotel.


08. Januar 2021 | 14:11

fahrenz

Sehr geehrte Damen un Herren. auch für mich hat es zu starken inneren Kontroversen geführt, das die Kirche wieder präsent wird. Jedoch als ich mehrere Baustellen und auch die Baustelle der Garnisionskirche sah und im rahmen meiner Arbeit, beobachtete wie die traditionelle Bauweise, nicht durch Plattenbau sondern durch Geschick und Geduld zu diesem Mittelteil anwuchs, lag da viel Faszination für das Handwerk und dem Geschick ihrer Handwerker vor meinen Augen. Nach einem Gespräch mit Lars Kaiser, der mir versicherte, das eine gute Lösung gefunden wurde, ein Kompromiss und keine auslöschen, geschichtlicher Tatsachen, geschlossen wurde, wünsche ich ihnen ein gutes und gesundes neues Jahr.
Ps, Die Krone im Vorfeld, jedoch würde ich in Anbetracht der sozialen Diskrepanzen, etwas kleiner halten, oder ihr einen geschützen Saal geben. Mühen und Arbeit stecken auch darin und Menschen die zukünftig kommen, geben sich Mühe diese zeit zu überstehen und stecken dann wiederum Arbeit in die wichtigen, sonst kaum beachteten Produkte des Geistes. liebe grüße Kathrin Fahrenz, encolage-Design


31. Dezember 2020 | 17:36

franzy leutgeb

genauso halte ich vom geplanten verbot der fahnen schwarz weis rot nichts das war die fahne des deutschen kaiserreiches und gehört zur deutschen geschichte dazu und hat mit nazis absolut nichts zu tun da sollten sie lieber den rechtsextremisten verbieten diese fahnen für ihre zwecke zu mißbrauchenich weis das gehörtjetzt nicht direkt zur potsdamer garnisonskirche dazu aber zur deutschen geschichte schon gerade jetzt wo sich die reichsgründung 1871 zum 150 male jährt zum anlaß wollte ich das gerade jetzt loswerden. ich bin ein freund deutschlands und preußens.
franz leutgeb aus österreich




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