Und was denken Sie über den Wiederaufbau der Garnisonkirche?

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Gästebuch

19. März 2020 | 12:47

Heiner Kötz

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,
ich hoffe darauf, dass die Kirche als preuss. und deutsches Kulturgut in der ursprünglichen, barocken Form als das Gotteshaus einer Staatsidee einschließlich Altar und königlichem Monument wiedererstehen möge. Eine einzige Veranstaltung in Form des seinerzeitigen Tages von Potsdam rechtfertigt nicht, von dieser Linie abzuweichen. Das ist Geschichte, mit der es sich auseinander zu setzen gilt! Deshalb auch die Seminarräume im Turm. Schließlich hat sich die Aufklärung von Potsdam über ganz Europa verbreitet. Seine Stimmen waren die von Schiller und Goethe, Voltaire, Fontane und Humboldt, und Potsdam war die Bruderstadt von Goethes Weimar. Und so gehört die Garnisonkirche einfach zu den Potsdamer Schlössern und Parks, so dass Potsdam wieder wird, was es war, eine Enklave Italiens im Sande der Mark!
Es gibt keinen Anlass, an dieser historischen Kirche zu verzweifeln. Wir brauchen das Evangelium mit der Bergpredigt und die Werte und Normen, die letztlich in unserer Verfassung verankert sind, die Freiheit als Voraussetzung für die Menschenwürde und die Normen, das Zusammenleben der
Bürger garantieren und schützen. Die der Historie dieses Bauwerks ablehnend gegenüberstehenden Bürger und Mandatsträger sollten ihren Tunnelblick auf den "Tag von Potsdam" ausrichten auf mehr Freigeist und der Tatsache, dass man sich der Verantwortung der Geschichte stellen muss. Und Geschichte braucht Zeugen, eben auch steinerne.
Heiner Kötz, Dorum


24. Februar 2020 | 20:19

Mr J. St Aubyn

May you complete the reconstruction of the entire church. And may this give further encouragement to the total reconstruction of historic Potsdam. You have set a great example
to all the those cities of Europe that have been devastated by tyrannies and philistines
SINCE the end of the second world war. Congratulations.

Jeffrey St Aubyn, Kingston House, Higher Kingston, Dorchester, Dorset. United Kingdom


02. Februar 2020 | 19:19

Raik Peschel Müncheberg /Mark

Ich würde es sehr gut finden ,wenn die ganze Kirche wieder aufgebaut wird.Es ist unsere Geschichte zu der wir stehen unbedingt sollten.Die hässlichen DDR Bausünden will keiner mehr.


02. Januar 2020 | 16:05

Lange

Der Aufbau der Garnisonkirche in Potsdam ist meiner

Ansicht sehr gelungen. Der Turm, ein " Leuchtturm" strebt

unaufhoerlich in die Hoehe.

Der Turm der Garnisonkirche ist jetzt schon ein Symbol fuer

den Frieden.

Gewachsen aus Licht, Liebe und Diskussion steht er nun fuer

Voelkerverstaendigung.

" Fuehre unsere Fuesse auf den Weg des Friedens"

So sei es.


Burkhard Gerd Johannes Lange, Essen


18. Dezember 2019 | 19:16

Günther Mierisch

Ergänzend zum Beitrag zur Webcamposition.
Spätestens wenn der Neubau die Höhe des RZ erreicht hat,müsste die Kamera versetzt werden.Ein guter Standort würde meiner Meinung nach auf dem Giebel des Hillerbrandschen Hauses sein.Man hätte von dieser Entfernung und Perspektive aus,eine sehr gute Sicht auf das aktuelle Baugeschehen(RZ und der Turmbaustelle). Aber das werden die Verantwortlichen schon irgendwie machen.


17. Dezember 2019 | 14:24

Andreas Götze

Sehr geehrte Damen und Herren,


ich möchte hiermit eine wie auch immer geartete Verlegung der Webcam anregen.
Der Baufortschritt wird aus ihrer jetzigen Position heraus bald nicht mehr erkennbar sein, da durch die baldige Höhe des Turmes nur noch eine sich
nicht mehr verändernde Ansicht zu sehen sein wird.


Weiterhin alles Gute dem Projekt
A.Götze


21. November 2019 | 18:31

Peter Weber

Richtete sich vor Jahresfrist der Kampf um die Potsdamer DDR-Moderne auf das ehemalige Fachhochschulgebäude am Alten Markt, rückt nun das Rechenzentrum in der Breiten Straße in den Fokus des Aufbegehrens.

Da seinem drögen Kubus nun wirklich keine ästhetischen Qualitäten zu entlocken sind, kapriziert sich der neu entbrannte Streit auf den Erhalt des großformatigen Mosaikbandes, das sein Erdgeschoss umrundet. Allenthalben verlautbart die Sorge, das Kunstwerk könne dem Wiederaufbau der Garnisonkirche zum Opfer fallen.

Dabei fällt auf, dass bei aller diesbezüglich an den Tag gelegten Inbrunst man sich kaum die Mühe macht, die Mosaike, Musterbeispiele des sozialistischen Realismus, einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Legt man einmal die moralisierende Messlatte zugrunde, die gegenüber der Rekonstruktion des Barocken Kunstwerks der Garnisonkirche angelegt wird – nicht müde wird man, diese u.a. als Menetekel eines preußischen Militarismus zu geißeln – so wirft die Akzeptanz der Mosaikfelder gerade von Teilen der jungen, kreativen Szene der Stadt doch einige Fragen auf.

Sind seine zentralen Raumfahrtmotive einer in den 70er Jahren verbreitet anzutreffenden diesbezüglichen Euphorie geschuldet, so verkörpern weitere Bildtafeln, die der Beherrschung der Natur durch Wissenschaft und Industrie sowie deren Ausbeutung durch eine industrialisierte Landwirtschaft gewidmet sind, in ihrer marxistisch unterfütterten Fortschrittgläubigkeit einen Zeitgeist, der angesichts heutiger Umweltprobleme dringend zu hinterfragen wäre.

Geradezu groteske Züge nimmt die an den Tag gelegte Unbedarftheit gegenüber dem Mosaik jedoch an, betrachtet man weitere Motivtafeln. Sie sind, wie Analysen zeigen, dem Militarismus des kalten Krieges geweiht. Sowohl der dargestellte Raketenantrieb, das Motiv einer Radaranlage als auch das der Düsenjäger entspringt eindeutig sowjetischen Militärarsenalen. Es ist nicht vermittelbar, wie sich diese Lobpreisung militärischer Hochrüstung mit einem heutigen, von Pazifismus geprägten kritischen Bewusstsein vereinbaren lässt, das gegenüber der Garnisonkirche so vehement zutage tritt.

Es geht hier nicht um die Frage, ob die Mosaiktafeln des Rechenzentrums – wo auch immer - erhalten bleiben sollten, das steht wegen ihren gestalterischen Qualitäten und ihrer Bedeutung als zeitgeschichtliche Dokumente wohl außer Frage. Alles andere hieße , aus einem heutigen Bewusstsein heraus moralische Urteile verabsolutierend auf Historisches zu projizieren, wie es bei den Wiederaufbaugegnern gang und gäbe ist. Angesichts ihrer heute schwer verdaulichen ideologischen Gehalte gerät allerdings die Instrumentalisierung dieser Tafeln gegenüber den Bemühungen zur Wiedererlangung der historischen Schönheit Potsdams zu einem Manöver von großer Fragwürdigkeit.


06. November 2019 | 11:11

Frank Brensing

Ich beziehe mich hier auf meinen Ersteintrag vom 11.12.2018. Und füge diesem - nachdem danach nun einige Zeit vergangen ist - noch das Folgende hinzu.:

Bei meinem Besuch ca. Mitte Oktober 2019 habe ich nicht nur die Ausstellung besucht, sondern mich auch vom Baufortschritt überzeugen können. Der mich unendlich freut, denn es entsteht etwas Großartiges !
Was zu allererst Potsdam dienlich sein wird, aber auch darüber hinaus entsprechend positive Wirkung für den Erhalt unserer deutsche Kulturidentität zu entfalten in der Lage ist.

Die teils extrem negativen Kommentare zum Wiederaufbau empfinde ich persönlich als inakzeptable Versuche dahingehend eine herrliche Sache zu negieren und auf das Übelste
zu verunglimpfen; Und zwar ausschließlich aus "ideologisch basierten Denkmustern".

Mit derartiger Kleingeistigkeit ist noch nirgendwo etwas nachhaltig entstanden, weshalb Vertreter derselben am Ende fast immer auf den hinteren Rängen der Geschichte Platz nehmen mussten !!

Frank Brensing


06. November 2019 | 10:44

Rob McCall

A welcome and wonderful redevelopment to tell the story of Potsdam. A credit to those who have worked so hard to right a terrible wrong when the church was demolished.


02. November 2019 | 17:04

Hans-Peter Fritz

Dieser Wiederaufbau ist einfach nur peinlich. Generell sind historische Rekonstruktionen fragwürdig, wenn sie dann noch geschichtspolitisch aufgeladen werden und das ist bei diesem Bau unübersehbar, ist natürlich die Stoßrichtung zu beachten. Da wird die Hohenzollerndiktatur zu einer Postkartenidylle verniedlicht, was den Nährboden für nationalistische Kräfte, wie die AfD bereitet. Potsdam wäre gut beraten, in die Zukunft zu schauen, anstatt sich in der fragwürdigen Vergangenheit des preußischen Militarismus zu sonnen und diese zu verharmlosen. Das Gebäude ist zerstört worden, womit gerade der Wiederaufbau geschichtsvergessen ist. Interessant ist natürlich vor diesem Hintergrund, dass die 1938 zerstörten Synagogen nicht wieder aufgebaut werden, obwohl dies vielleicht als Geste der Versöhnung gesehen werden könnte.




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