23.01.2015 | Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam ohne Spendengelder der Stiftung Preußisches Kulturerbe – Auch Paul Oestreicher steht weiterhin hinter dem Projekt

Die Ankündigung der Stiftung Preußisches Kulturerbe, die für den Wiederaufbau der Garnisonkirche eingesammelten Spenden im Februar für andere Objekte in Potsdam auszugeben, kommt nicht überraschend.

Bereits im letzten Jahr hatte Max Klaar verkündet, die Gelder nicht mehr für den Wiederaufbau der Garnisonkirche zur Verfügung stellen. Schon damals erklärte der Stiftungsvorstand der Stiftung Garnisonkirche Potsdam, Peter Leinemann, dass die Zusammenarbeit mit Max Klaar schon lange vorher gescheitert war und diese Spendengelder in den Finanzplanungen für den Wiederaufbau der Garnisonkirche zu keinem Zeitpunkt berücksichtigt wurden. Er äußerte dazu: „Es ist sehr bedauerlich, dass der Wille der Spender, die ihr Geld ausschließlich für den Wiederaufbau der Garnisonkirche gegeben haben, von Max Klaar nicht berücksichtigt wird. Aber es  zeigt auch, dass wir klar sind in unseren Absichten und eine rückwärtsgewandte Fokussierung der Garnisonkirche  ablehnen.“

Max Klaar lehnt dagegen das auf die Zukunft ausgerichtete Konzept der Evangelischen Kirche, Stiftung Garnisonkirche Potsdam und Fördergesellschaft für eine Friedens- und Versöhnungsarbeit in der wiederaufgebauten Garnisonkirche ab.

Dies sieht vor, mit dem Wiederaufbau der Garnisonkirche einen Raum zu schaffen, um Geschichte zu erinnern, Verantwortung zu lernen und Versöhnung zu leben. Auch Dr. Paul Oestreicher äußerte sich noch einmal zum Wiederaufbauprojekt:

„Meine Solidarität mit der Stiftung  Garnisonkirche, sei sie auch zuweilen kritisch, bleibt ungebrochen. Angesichts meines Alters mag sich meine aktive Mitarbeit verringern, von einem Rückzug kann aber trotz gegenteiliger Pressemeldungen keine Rede sein. Zum Rat wenn auch nicht  mehr immer zur Tat stehe ich unverändert zur Verfügung.

Den Wiederaufbau des Turmes als Standort für das schon bestehende Friedens- und Versöhnungszentrum halte ich für klug und sinnvoll.

Die geistliche Leitung des Projektes am Friedens- und Versöhnungszentrum in der Nagelkreuzkapelle durch Pfarrerin Radeke-Engst genießt meine Hochachtung und ungeteilte Unterstützung.

Dr. Paul Oestreicher am 21. Januar 2015.“

Das inhaltliche Konzept für die Garnisonkirche wird schon heute in der Nagelkreuzkapelle umgesetzt und eine entsprechende Bildungs- und Versöhnungsarbeit aufgebaut. Die nächste Veranstaltung in diesem Kontext wird der Gottesdienst an diesem Sonnabend um 18.00 Uhr in der Nagelkreuzkapelle sein, der sich dem Thema „Gott - anders als gedacht“ widmet.

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