25.08.2015 | Wer dient dem Frieden?

Podiumsdiskussion mit dem Friedensbeauftragten der EKD und dem Evangelischen Militärbischof in Potsdamer Nagelkreuzkapelle

Pastor Renke Brahms (li), Militärbischof Sigurd Rink (re) Fotos: EKD/Pressestelle, Militärseelsorge/Linkmann

Podiumsdiskussion mit dem Friedensbeauftragten der EKD und dem Evangelischen Militärbischof in Potsdamer Nagelkreuzkapelle

Mit einer Podiumsdiskussion zu Friedensethik, Militäraktionen und Auslandseinsätzen der Bundeswehr erinnert das Pfarramt an der Garnisonkirche Potsdam  in der Nagelkreuzkapelle, Breite Straße 7,  am Dienstag, 1. September 2015, an den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 76 Jahren.  Die Pfarrerin an der Kapelle, Cornelia Radeke-Engst, wird moderieren.

Zur Debatte hat sie zwei namhafte Kirchenvertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eingeladen: Den Friedensbeauftragten des Rates der EKD, Pastor Renke Brahms, und den evangelischen Militärbischof für die Seelsorge an Soldaten und Soldatinnen in der Bundeswehr, Dr. Sigurd Rink. Brahms ist im Hauptamt Leitender Geistlicher der Bremischen Evangelischen Kirche.  Die Beauftragung durch die EKD wurde erst 2008 geschaffen. Rink  übernahm 2014 als erster hauptamtlicher Militärbischof seine seelsorgerliche Aufgabe.

Rink vertritt die Position, dass Krieg nur als letzte Option (ultima ratio) sein darf und die Bundeswehr als Parlamentsarmee nur im Rahmen von Konfliktbefriedung eingesetzt werden kann.

Renke Brahms hat sich wiederholt für mehr zivile Friedenskräfte in internationalen Konflikten ausgesprochen und für eine stärkere Sensibilisierung der Kirche für Friedensarbeit.

Der 1. September wird in vielen Ländern auch als Weltfriedenstag begangen.

Die Veranstaltung in der Nagelkreuzkapelle der Garnisonkirche beginnt am Dienstag, 1. September, um 19.00 Uhr.  Bereits um 18.00 Uhr lädt Pfarrerin Cornelia Radeke-Engst zu einem Friedensgebet in die Nagelkreuzkapelle ein, das sie gemeinsam mit Dr. Paul Oestreicher, Domkapitular (em.) und ehemaliger Leiter des Versöhnungszentrums der Kathedrale von Coventry (England)   gestaltet.

Zur Information: Die Nagelkreuzkapelle steht am ehemaligen Standort der Potsdamer Garnisonkirche, die am 14. April 1945 bei einem Angriff alliierter Bomber in Brand geriet, schwer beschädigt und 1968 durch eine Verfügung der DDR-Staatsorgane unter Walter Ulbricht gesprengt wurde. Der Wiederaufbau der traditionsreichen preußischen Kirche  wird von der Stiftung Garnisonkirche Potsdam und der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche betrieben.

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