25.01.2011 | VERKEHR: Breite Straße: Umbau erst im Jahr 2012 – Bau der neuen Verkehrsführung verzögert sich aus Geldmangel

POTSDAM / INNENSTADT – Die Bauarbeiten für die Umgestaltung der Breiten Straße zwischen Schlossstraße und Dortustraße starten erst 2012 – also um ein ganzes Jahr später, als bislang von der Stadtverwaltung angekündigt. Bisher war immer von einem Baubeginn im Frühling 2011 die Rede gewesen. Anscheinend fehlt momentan einfach das Geld. „Es sind Städtebaufördermittel umgeschichtet worden“,

POTSDAM / INNENSTADT – Die Bauarbeiten für die Umgestaltung der Breiten Straße zwischen Schlossstraße und Dortustraße starten erst 2012 – also um ein ganzes Jahr später, als bislang von der Stadtverwaltung angekündigt. Bisher war immer von einem Baubeginn im Frühling 2011 die Rede gewesen. Anscheinend fehlt momentan einfach das Geld. „Es sind Städtebaufördermittel umgeschichtet worden“, bestätigte die städtische Projektkoordinatorin für die Potsdamer Mitte, Katharina Jantzen, auf Nachfrage.

Eine Nachricht, die man bei der Fördergesellschaft Wiederaufbau Garnisonkirche (FWG) nicht gerade mit Begeisterung quittiert: „Wir haben diese Entscheidung zur Kenntnis genommen“, so der zurückhaltende Kommentar von FWG-Chef Johann-Peter Bauer. Durch die Verschwenkung der Straße zwischen Filmmuseum und Kreuzung Dortustraße soll Raum für den Bau des Garnisonkirchturms geschaffen werden, der bis zu seiner Sprengung teilweise im jetzigen Straßenraum stand. Durch die Verzögerung können die Turm-Fundamente nun nicht mehr – wie beabsichtigt – komplett 2011 freigelegt werden. „Der vordere Teil muss bis 2012 warten“, so Bauer.

Wie einer Skizze zu entnehmen ist, wird sich durch den Straßenumbau nichts an der Anzahl und Breite der bestehenden Fahrspuren ändern. Aus Platzgründen fällt aber die Mittelinsel weg. Vor der Einmündung in die Dortustraße wird sich die Breite Straße in vier Spuren auffächern: je eine für Links- und Rechtsabbieger und zwei für Geradeausfahrer. Grund zur – nun um etliche Monate verlängerten – Vorfreude haben die Naturfreunde. Nach der Umgestaltung flaniert man wieder unter „alleeartigen Baumpflanzungen“, so Jantzen. Lindenbäume sollen die Passanten beschirmen. Außerdem werden neue Radwege angelegt.

Bei der Neugestaltung wird an der Kreuzung Breite Straße/Dortustraße auch die geplante Wiederherstellung des Stadtkanals und der Breiten Brücke berücksichtigt – etwa im Hinblick auf Flächen für Rampen und Brücken. Jantzen: „Damit sollen zusätzliche Kosten für aufwändige Anpassungsmaßnahmen auf ein Mindestmaß reduziert werden.“ (MAZ vom 25.01.2001, Von Ildiko Röd)

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