30.09.2020 | Veranstaltungen rund um den „Tag der Deutschen Einheit“ an der Nagelkreuzkapelle Potsdam

Vom 2. bis 4. Oktober wird in Potsdam der „Tag der Deutschen Einheit“ gefeiert. Auch rund um die Baustelle des Turmes der Garnisonkirche lädt ein buntes Programm alle Potsdamer*innen und Gäste dazu ein mitzufeiern.

Eine Premiere wird am Freitag, dem 02. Oktober um 18 Uhr, stattfinden: Künstler*innen u.a. aus dem Rechenzentrum werden ihre Werke im Rohbau des Turmes der Garnisonkirche ausstellen (mehr Infos siehe www.blickwinkel-potsdam.de). Die von Lars Kaiser und Jeanne van Dijk konzipierte Ausstellung „Blickwinkel 1.0“ wird durch Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, eröffnet. Sie freut sich über diese besondere Ausstellung: „Der Stadtraum des Garnisonkirchen-Rohbaus wird mit den ausgestellten Kunstwerken transparent. Der monolithisch wirkende Bau öffnet sich bereits vor seiner Fertigstellung den Künstlerinnen und Künstlern. Mehr als 35 Kreative, darunter auch einige aus dem angrenzenden Rechenzentrum, präsentieren ihre Kunst. Ihre Werke lenken unseren Blick aus dem Inneren des Baus hinaus auf die kontroverse Geschichte des Ortes. Sie beleben die Debatte, setzen frische Impulse und schaffen neue Blickwinkel.

Die beiden Künstler Jeanne van Dijk und Lars Kaiser, die die Ausstellung konzipiert haben, erklären die Grundüberlegung der Ausstellung folgendermaßen: „Mit dem voranschreitenden Wiederaufbau des Turms der Garnisonkirche in der direkten Nachbarschaftzum Rechen-zentrum ergeben sich neue Sichtachsen und Blickwinkel auf beide Gebäude und so ist auch der Disput hierüber in der Stadt immer stärker geworden. In vielfacher Hinsicht berühren sich Turm und Rechenzentrum und mit dem Turm wachsen auch große Räume für die Kunst und Kultur in die Höhe. Die so verstandene Fusion der beiden Gebäude wird durch unsere Ausstellung 'Blickwinkel_1.0' begleitet. Das barocke Wahrzeichen in der Mitte Potsdams wird wiederbelebt mit kultureller und künstlerischer Freiheit und in einem toleranten Miteinander. Kunst für einen Turm der Kunst.“ Führungen durch die Ausstellung werden von 19.00 bis 22.00 Uhr am Freitag, von 11.00 bis 21.00 Uhr am Samstag und am Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr in Gruppen zu je 15 Personen fortlaufend angeboten. Die Anmeldung erfolgt vor Ort am Info-Stand der Fördergesellschaft.

An der Baustelle des Turmes der Garnisonkirche werden am Freitag, dem 02. Oktober um 15.30 Uhr, die kreativen Ergebnisse der beiden Schüler*innen-Workshops „Die Macht der Bilder“ und „Ost-West: (k)eine Einheit?!“ vorgestellt.

Im Sonntagsauftakt.Gottesdienst "Make it great again?"mit Jazz und Kunst am Samstag um 18 Uhr ist Jazz von „Nothing Toulouse“ und einem Kunstwerk von Peder Gowenius zu sehen und zu hören. Am Sonntag um 11 Uhr findet hier eine Matinee „Spirit mit Klezmer-Musik und Texten zum Laubhüttenfest – Die Sterne schimmern durch“ - mit dem „mueckenheimer trio“ statt. Im Anschluss sind wir in die Sukka (Laubhütte) der Synagogengemeinde in der Kiezstraße eingeladen. (Nur für diesen Besuch ist eine Anmeldung bei Pfarrerin Cornelia Radeke-Engst erforderlich unter 0151/22394364).

Auf der kleinen Bühne auf dem Baufeld werden am Samstag, dem 03. Oktober ab 14 Uhr, die Zeitzeugen Thomas Wernicke, Katarina Witt und Barbara Kuster zu Wort kommen. Neben dem Infostand der Fördergesellschaft sowie einem Dialogzelt, das die Möglichkeit zum Gespräch mit den beteiligten Künstler*innen bietet, wird auch für das kulinarische Wohl der Besucher*innen gesorgt sein.

Wieland Eschenburg, Kommunikationsvorstand der Stiftung Garnisonkirche, ist voller Vorfreude über die besonderen Veranstaltungen zum „Tag der Deutschen Einheit“: "Ich freue mich sehr, dass wir mit der Ausstellung Blickwinkel Potsdam_1.0 eine sehenswerte Kooperation mit der Künstlerschaft Potsdams erleben. Die Ausstellung, die Präsentationen der Schülerworkshops, die Gespräche mit Zeitzeugen und Künstlern, der Gottesdienst Jazz und Kunst "Make it great again?" und die Matinee, thematisch dem Laubhüttenfest der Jüdischen Gemeinde gewidmet, spiegeln die Vielfalt der Facetten unserer Programmarbeit.

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