11.09.2014 | Stiftung ruft zur Unterstützung von Garnisonkirche auf

Potsdam – Im Streit um den Wiederaufbau der Garnisonkirche werben die Initiatoren um Unterstützer. Befürworter des umstrittenen Projekts können auf einer neuen Internetseite der Stiftung Garnisonkirche unterzeichnen. Bislang finden sich mehr als 1000 Namen auf der Seite. «Wir freuen uns, dass nun auch deutlich wird, wer den Wiederaufbau unterstützt», teilte Martin Vogel, theologischer Verwaltungsvorstand der Stiftung am Mittwoch mit. Bei aller Kritik an dem Projekt dürfe nicht vergessen werden, dass es viele Menschen unterstützten.

Die Garnisonkirche gilt als Symbol der Verbindung von Preußentum und Nationalsozialismus. Gegner wollen den Wiederaufbau verhindern. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) wird bei der nächsten Sitzung des Stiftungskuratoriums an diesem Montag (15.9.) deren Auflösung beantragen. Der Rathaus-Chef sieht sich nach einem Bürgerbegehren durch das Votum der Stadtverordneten dazu verpflichtet – obwohl die Stadt selbst der 2008 gegründeten Stiftung angehört.

Der Antrag dürfte ins Leere laufen: Die Stadt hat nur einen Sitz im elfköpfigen Kuratorium; einen weiteren hat das Land. Für die Auflösung der kirchlichen Stiftung wäre eine Dreiviertelmehrheit notwendig. (DIE WELT/dpa, 11.09.2014)

Stiftung ruft zur Unterstützung von Garnisonkirche auf

Potsdam – Im Streit um den Wiederaufbau der Garnisonkirche werben die Initiatoren um Unterstützer. Befürworter des umstrittenen Projekts können auf einer neuen Internetseite der Stiftung Garnisonkirche unterzeichnen. Bislang finden sich mehr als 1000 Namen auf der Seite. «Wir freuen uns, dass nun auch deutlich wird, wer den Wiederaufbau unterstützt», teilte Martin Vogel, theologischer Verwaltungsvorstand der Stiftung am Mittwoch mit. Bei aller Kritik an dem Projekt dürfe nicht vergessen werden, dass es viele Menschen unterstützten.

Die Garnisonkirche gilt als Symbol der Verbindung von Preußentum und Nationalsozialismus. Gegner wollen den Wiederaufbau verhindern. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) wird bei der nächsten Sitzung des Stiftungskuratoriums an diesem Montag (15.9.) deren Auflösung beantragen. Der Rathaus-Chef sieht sich nach einem Bürgerbegehren durch das Votum der Stadtverordneten dazu verpflichtet – obwohl die Stadt selbst der 2008 gegründeten Stiftung angehört.

Der Antrag dürfte ins Leere laufen: Die Stadt hat nur einen Sitz im elfköpfigen Kuratorium; einen weiteren hat das Land. Für die Auflösung der kirchlichen Stiftung wäre eine Dreiviertelmehrheit notwendig. (DIE WELT/dpa, 11.09.2014)

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