10.08.2015 | Sommerfest auf dem Baufeld der Garnisonkirche

Unter dem Titel „Spur der Steine“ feierten 250 Menschen in der Nagelkreuzkapelle und auf dem Baufeld der Garnisonkirche am ersten Augustwochenende ein besonderes Sommerfest.

Unter dem Titel „Spur der Steine“ feierten 250 Menschen in der Nagelkreuzkapelle und auf dem Baufeld der Garnisonkirche am ersten Augustwochenende ein besonderes Sommerfest.

Mit der Vorführung des Filmes „Geheimnisvolle Orte: Die Garnisonkirche Potsdam“ begann der Abend, der sich dann vor der Nagelkreuzkapelle im Freien fortsetzte. Auf dem Baufeld wurden zu diesem Fest die im Mai am Brauhausberg wiedergefundenen Fragmente der Garnisonkirche vom dem Cottbuser Lichtkünstler Jörg Hanitzsch besonders beleuchtet. Dabei wurden mit den Leuchtobjekten der Grundriss des Turmes der Garnisonkirche sichtbar gemacht. Zum Fest hatten die Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche und die Bürgerinitiative „mitteschön!“ geladen.

Zur Begrüßung sagte der Vorsitzende der Fördergesellschaft, Prof. Dr. Matthias Dombert: „Wir wollen den Bürgern dieser Stadt deutlich machen, dass das Stadtschloss, das auf das Interesse von so vielen Besuchern stößt, in städtebaulicher Hinsicht an dieser Stelle schnellstmöglich seine Entsprechung haben muss. Die Stiftung habe ich vor einigen Tagen gebeten, dass ihnen alle bekannte Modell der Garnisonkirche reisefähig und wetterfest zu machen. Wir wollen vor die Einkaufszentren, wir wollen in die Fußgängerzone. Wir wollen so den Bürgern dieser Stadt näherbringen, was wir meinen, wenn wir sagen: Geschichte erinnern, Verantwortung lernen, Versöhnung leben.“

Unter den zahlreichen Gästen der Veranstaltung waren auch der ehemalige Ministerpräsident Dr. Manfred Stolpe und der Superintendent des Kirchenkreises Potsdam, Dr. Joachim Zehner. Der Oberbürgermeister, Jann Jakobs, der seine Teilnahme an dem Fest kurzfristig absagen musste, ließ ein Grußwort verlesen, in dem es heißt: „Mit den Spolien der Garnisonkirche Potsdam, die wir hier heute ausstellen, bleibt das an diesem Ort verloren gegangene Gotteshaus der Gegenwart gewahr. Die Spolien legen Zeugnis ab von der Geschichte dieses Ortes, von den Menschen, die diesen Ort prägten – ob im Guten oder im Zweifelhaften. Das Projekt der Wiedergewinnung des Bauwerks der ehemaligen Garnisonkirche Potsdam verstehe ich als Projekt der Auseinandersetzung mit der Geschichte – der Geschichte dieses Ortes, der Geschichte Potsdams, der Geschichte unseres Landes.“

Hier ein Videobericht über das Spolienfest.

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