11/18/2021 | Projekt & Podcast: Eine Straße ist immer unterwegs

Wie hat sich die Breite Straße in Potsdam im Laufe der letzten 80 Jahre baulich aber auch in ihrer Nutzung verändert? Sophie und Luise, zwei 15-jährige Schülerinnen der Neuen Schule in Babelsberg, begaben sich dazu auf Spurensuche. Im Rahmen des Projektes "Eine Straße ist immer unterwegs", das zum Jugendgeschichtsprogramm "Zeitensprünge" gehört, wurden sie von der Bildungsreferentin der Stiftung, Hana Hlásková, begleitet.

Die Beiden Projektteilnehmerinnen auf der Breiten Straße Potsdam

Wie hat sich die Breite Straße in Potsdam im Laufe der letzten 80 Jahre baulich aber auch in ihrer Nutzung verändert? Sophie und Luise, zwei 15-jährige Schülerinnen der Neuen Schule in Babelsberg, begaben sich dazu auf Spurensuche. Im Rahmen des Projektes "Eine Straße ist immer unterwegs", das zum Jugendgeschichtsprogramm "Zeitensprünge" gehört, wurden sie von der Bildungsreferentin der Stiftung, Hana Hlásková, begleitet.

 

Im Rahmen ihrer Recherche stöberten sie in alten Büchern und Stadtplänen, besuchten das Stadtmuseum und das Stadtarchiv. Die Höhepunkte waren aber für beide ihre Gespräche mit drei Zeitzeuginnen bzw. Zeitzeugen und einem Experten. Aus den vielen Informationen, Erinnerungen und eigenen Eindrücken produzierten sie einen Podcast. Dabei fiel ihre Wahl auf drei Gebäude – die Hiller-Brandtschen-Häuser, das Datenverarbeitungszentrum und das Naturkundemuseum.

 

Burkhard Mehnert erzählte Ihnen eindrücklich von seiner Kindheit in einer kleinen Wohnung und über seine Spiele in Trümmern unmittelbar nach dem Krieg auf der Breiten Straße. Elke Habermann berichtete über ihren Alltag im DVZ, wo sie Ende der 1970er Jahre als junge Frau eine Stelle antrat und bis zur Auflösung dort gearbeitet hat. Und Detlef Knuth erinnerte sich an die Herausforderungen mit der Sanierung und Leitung des Naturkundemuseums der 1970er und 80er Jahre. Historiker Andreas Kitschke half ihnen schließlich bei der Sortierung der Informationen in Bezug auf die Stadtentwicklung. Zu ihrer Motivation sagt Luise: „Ich wollte schon gern mehr über meine Stadt wissen, in der ich wohne. Jetzt kann ich sogar meinen Verwandten etwas zur Breiten Straße erzählen, was in keinem Stadtführer steht.“ Und Sophie fügt hinzu: „Früher bin ich hier einfach nur durchgerast. Heute gehe ich dank des Projektes ganz anders, viel bewusster hier durch und entdecke jedes Mal was Neues.“ Beide hoffen, dass dieser Funke am Interesse für die eigene Lebensumfeld durch ihren Podcast auf andere überspringen wird.

 

Hier reinhören

 

"Zeitensprünge" der Beratungsstelle Zeitwerk im Landesjugendring Brandenburg e.V. wird vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert.

Die Bildungsarbeit der Stiftung Garnisonkirche Potsdam wird durch die PSD Bank Berlin-Brandenburg und die Kaiserin-Augusta Stiftung finanziell unterstützt.

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