01.11.2013 | Privatspende für Wiederaufbau von Potsdamer Garnisonkirche

Eine Münchner Stiftung will den hoch umstrittenen Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche mit einer Spende von 10 000 Euro unterstützen. Ein Großteil der Kosten soll aber von Bund

Eine Münchner Stiftung will den hoch umstrittenen Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche mit einer Spende von 10 000 Euro unterstützen. Ein Großteil der Kosten soll aber von Bund und Land kommen.

Potsdam – Die Initiatoren  des Wiederaufbaus der Potsdamer Garnisonkirche werden weiter von einer  Münchner Stiftung unterstützt. Auch nach dem Tod ihres Mäzens Eckard  Wegner stelle sie ein Spende von 10 000 Euro zur Verfügung, sagte eine  Sprecherin am Freitag in Potsdam. “Die Witwe hat entschieden, dass es weitergeht.” Wegener sei Potsdam durch seine Vorfahren verbunden gewesen und habe seit 2005 wiederholt  für den geplanten Wiederaufbau der Kirche gespendet. Als Zeichen des  Dankes solle ein Fassadenelement seinen Namen tragen.

Der umstrittene Wiederaufbau der Kirche soll im kommenden Frühjahr  mit einem ersten Bauabschnitt beginnen. Die Kosten für das Gesamtprojekt  werden auf 100 Millionen Euro geschätzt. Laut Stiftung und  Fördergesellschaft wurden 6,5 Millionen Euro eingeworben. Der Bund will  das Projekt mit zwölf Millionen Euro fördern. Die Fertigstellung ist zum  Reformationsjubiläum 2017 geplant.

Die Kirche hat eine zwiespältige Geschichte: Im 18. Jahrhundert auf  Befehl des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. errichtet, wurde der  Barockbau zu einem Symbol der Verbindung von Preußentum und  Nationalsozialismus. Am  21. März 1933 hatten sich hier Reichspräsident  Paul von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler demonstrativ die Hand  gereicht. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt. 1968  ließ die DDR-Führung die Ruine sprengen. (Potsdamer Neueste Nachrichten/dpa, 01.02.2013)

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