17.12.2009 | Potsdamer Tafel wartet weiter auf Rechenzentrum

Innenstadt – Die Suche nach Räumen für die Potsdamer Tafel geht weiter. Der seit über einem Jahr geplante Einzug der Hilfsorganisation für bedürftige Menschen in Räume des ehemaligen Rechenzentrums an der Breiten Straße verzögert sich, teilte Potsdams Sozialbeigeordnete Elona Müller (parteilos) am Dienstagabend im Sozialausschuss mit. „Noch immer gibt es keinen Mietvertrag zwischen dem Sanierungsträger

Innenstadt – Die Suche nach Räumen für die Potsdamer Tafel geht weiter. Der seit über einem Jahr geplante Einzug der Hilfsorganisation für bedürftige Menschen in Räume des ehemaligen Rechenzentrums an der Breiten Straße verzögert sich, teilte Potsdams Sozialbeigeordnete Elona Müller (parteilos) am Dienstagabend im Sozialausschuss mit. „Noch immer gibt es keinen Mietvertrag zwischen dem Sanierungsträger als Verwalter des Gebäudes und der Tafel.“ Den Vorwurf, die Stadt habe sich nicht genügend engagiert, wies Müller „weit von sich“, musste allerdings eingestehen: „Ich weiß nicht, warum der Vertrag nicht zustande gekommen ist.“

Oliver Bohrisch, Vorsitzender der Potsdamer Tafel, die an Bedürftige kostenlose Lebensmittel ausgibt, erklärte gestern auf PNN-Anfrage: „Erst wenn die notwendigen Umbauten im Rechenzentrum vorgenommen sind, können wir einziehen.“ Mit dem Sanierungsträger habe man bereits einen Mietvertrag ausgehandelt, „aber die Umbaukosten erhöhten sich von 12 000 auf 50 000 Euro“. Diese Summe müsse man erst einmal stemmen. Wie berichtet, wollte die Tafel die RBB-Hilfsaktion „96 Stunden“ für den Umbau interessieren. „Doch neue Folgen werden erst im Frühjahr 2010 gedreht“, so Bohrisch.

Beigeordnete Müller machte darauf aufmerksam, dass künftig nicht mehr der Sanierungsträger Ansprechpartner für das Gebäude sei, sondern die Stiftung Garnisonkirche, die das Areal wie vereinbart erhält. Bohrisch wusste von diesem Wechsel noch nichts. „Aber ich habe wenig Bedenken, dass es mit der Stiftung Schwierigkeiten geben wird“, sagte Bohrisch. Auch die Stadt wolle sich, so Müller, weiterhin für eine Ansiedlung der Tafel an der Breiten Straße engagieren – so lange, bis das Areal für den Wiederaufbau der Garnisonkirche geräumt werden muss. KG

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