23.04.2018 | Pfahlgründung geht voran

Die Überprüfung des Herstellungsverfahrens der Gründungspfähle ist abgeschlossen. Seit Mitte März gehen die Bauarbeiten voran. Nachdem das Altfundament an 38 Stellen erfolgreich durchkernt wurde, werden nun die Gründungspfähle vollständig hergestellt. Die genauen Auswirkungen auf die gesamte Zeit- und Kostenplanung befinden sich in der Prüfung.

Aktueller Blick auf die Baustelle, Foto: Gerhard Alwin

Die Überprüfung des Herstellungsverfahrens der Gründungspfähle ist abgeschlossen. Seit Mitte März gehen die Bauarbeiten voran. Nachdem das Altfundament an 38 Stellen erfolgreich durchkernt wurde, werden nun die Gründungspfähle vollständig hergestellt. Dabei wendet die beauftragte Firma ein Verfahren an, bei dem sie das Bohrrohr jeweils in eine Tiefe zwischen 12 und 16 Metern abtäuft und die Endtiefe von 38 Metern allein mit dem Bohrer erreicht.

Um ein stabiles Bohrloch herzustellen, bringt man vor der Verfüllung mit Beton in das gesamte Bohrloch eine Stützflüssigkeit ein (Suspensionslösung). Daraufhin wird der Pfahl gegossen. Es handelt sich demnach um ein suspensionsgestütztes Verfahren mit Teilverrohrung. Mit dem heutigen Tag ist der zehnte Pfahl mit diesem Verfahren erfolgreich hergestellt. Die genauen Auswirkungen auf die gesamte Zeit- und Kostenplanung infolge der Änderung des technischen Verfahrens befinden sich in der Prüfung. Zum jetzigen Zeitpunkt ist ein Zeitverzug von drei Monaten festzustellen. Stiftung, Planer und Auftragnehmer arbeiten daran, den Verzug aufzuholen bzw. zu kompensieren. 

Vorsorglich hat die Stiftung Garnisonkirche Potsdam einen neuen Bauantrag bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde der Stadt Potsdam eingereicht. „Dieser enthält keinerlei architektonisch-planerische Änderung“, sagt Verwaltungsvorstand Peter Leinemann. Mit einer neuen Baugenehmigung beginnt eine neue Sieben-Jahres-Frist für die Fertigstellung. „In diesem Jahr, in dem der Tag der Sprengung des Turmes der Garnisonkirche 1968 genau 50 Jahre her ist, besteht die Stiftung zehn Jahre“, erinnert Leinemann. „Wir kommen dem Ziel, eines der schönsten barocken Turmbauwerke Norddeutschlands als Lernort deutscher Geschichte zu rekonstruieren, immer näher.“

Mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Landtags Brandenburg am 20. April 2018 an den Vorsitzenden der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau, Matthias Dombert, gebe es zusätzlichen Rückenwind. „Wir freuen uns darüber sehr!“, sagt Peter Leinemann. Matthias Dombert hat die Verdienstmedaille als eine von 30 geehrten Personen in Empfang genommen. Wie die Laudatio im Landtag deutlich gemacht hat, hat das Präsidium des Landtages mit dieser Entscheidung Engagement und inhaltliche Ausrichtung der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau auszeichnen wollen.

 

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