23.01.2010 | Kein Welterbe

Heikel, sehr heikel sogar ist das, was die CDU da vorhat. Geld aus dem Welterbestättenprogramm des Bundes in den Wiederaufbau der Garnisonkirche umzulenken, verbietet sich schon dem Namen des Fördertopfs nach. Welterbestättenprogramm – viel genauer kann man in einem Wort den Zweck eines Geldpakets gar nicht beschreiben. Auch, wenn ein großer Teil der Mittel

Heikel, sehr heikel sogar ist das, was die CDU da vorhat. Geld aus dem Welterbestättenprogramm des Bundes in den Wiederaufbau der Garnisonkirche umzulenken, verbietet sich schon dem Namen des Fördertopfs nach. Welterbestättenprogramm – viel genauer kann man in einem Wort den Zweck eines Geldpakets gar nicht beschreiben. Auch, wenn ein großer Teil der Mittel nicht abgerufen worden sein sollte – die Garnisonkirche gehört nun mal nicht zum Kreis des von der Unesco definierten Kulturguts der Menschheit. Punkt. Auch wenn es all jenen besonders wehtut, die den Phantomschmerz des aus dem Stadtbild getilgten Gotteshauses am meisten spüren – seit sechs Jahren, seit der „Ruf aus Potsdam“ zum Wiederaufbau der einst höchsten und prächtigsten Kirche der Stadt erschallte, ist die Spendenbereitschaft der Bürgerschaft doch recht zurückhaltend ausgefallen. Doch genau aus diesem Kreis sollte der Quell des Aufbaugeldes eigentlich am üppigsten sprudeln. Von Anfang an war klar: keine öffentlichen Mittel. Nun gibt es eine Anschubfinanzierung aus der Landeskasse. Zwei Millionen aus dem alten DDR-Säckel. Das ist vertretbar, weil die SED die Kirche sprengen ließ. An öffentlichem Geld sollte es damit aber sein Bewenden haben.

Zurück


zum Seitenanfang