17.02.2014 | Initiative gegen Garnisonkirche stößt auf Kritik

Die geplante Unterschriften-Kampagne, mit dem die Bürgerinitiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ den Wiederaufbau des Gotteshauses kippen will, ist beim “Bündnis Potsdamer Mitte” auf scharfe Kritik gestoßen

Die geplante Unterschriften-Kampagne, mit dem die Bürgerinitiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ den Wiederaufbau des Gotteshauses kippen will, ist beim “Bündnis Potsdamer Mitte” auf scharfe Kritik gestoßen. Bündnis-Chefin Barbara Küster sieht darin einen Versuch, die teilweise Zurückgewinnung der Potsdamer Innenstadt zu stoppen.
Potsdam. Das geplante Bürgerbegehren gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche ist beim “Bündnis Potsdamer Mitte” auf scharfe Kritik gestoßen. “Das ist wieder einmal ein Versuch, die teilweise Zurückgewinnung der Potsdamer Innenstadt zu stoppen”, so Bündnis-Chefin Barbara Kuster. “Beim Stadtschloss hat das nicht geklappt, hier hat das Ergebnis viele hartleibige Gegner überzeugt.”
Wie berichtet, strebt die Bürgerinitiative “Potsdam ohne Garnisonkirche” noch vor der Kommunalwahl am 25. Mai eine Unterschriftensammlung gegen den Aufbau der Kirche an. Ziel des Bürgerbehrens ist der Rückzug der Stadt aus dem Kuratorium der Garnisonkirchenstiftung. Rund 13.500 Potsdamer müssten unterschreiben, damit das Begehren wirksam wird und sich die Stadtverordneten mit dem Thema beschäftigen müssten. “Die Akteure des Bürgerbegehrens ignorieren alle bisherigen Diskussionen, in denen es um die Berechtigung des Wiederaufbaus dieser Kirche in unserer Stadt ging”, kritisiert Barbara Kuster. Die Garnisonkirche, “mit ihrer sich anbietenden ideologischen Projektionsfläche linker Positionen, mit dem altbekannten Militarismus-Vorwurf” sei nun das Objekt, das es offenbar unbedingt zu verhindern gelte, so die Chefin von “Bündnis Potsdamer Mitte”.
Gelassen haben die Stiftung Garnisonkirche selbst und die Fördergesellschaft zum Wiederaufbau auf die Ankündigung des Bürgerbegehrens reagiert. “Ein Projekt von solcher Bedeutung kann nicht nur Befürworter haben”, so Stiftungs-Sprecherin Friederike Schuppan.
Bereits zur letzten Kommunalwahl im Jahr 2008 sei aus dem Umfeld der Fraktion “Die Andere” ein Bürgerbegehren initiiert worden ‒ damals zum Thema “Das Schloss kann warten”, so Schuppan. Der Erfolg habe sich nicht eingestellt: “Im Januar besuchten über 22000 Bürger mit großer Zustimmung das neue Landtagsgebäude im Rahmen des Bürgerfests.” (Märkische Allgemeine Zeitung, von  Jürgen Stich, 17.02.2014)

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