04.10.2012 | Hoffen auf Plausch mit Gauck – Ein Potsdamer reiste zur Einheitsfeier nach München

Geehrt fühle er sich, sagt Felix Müller- Stüler, dass er als einer von 13 Bürgern das Land Brandenburg bei den offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in München vertreten

Geehrt fühle er sich, sagt Felix Müller- Stüler, dass er als einer von 13 Bürgern das Land Brandenburg bei den offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in München vertreten dürfe. Der 41-jährige Fachanwalt für Steuerrecht ist der einzige Potsdamer in der brandenburgischen Bürgerdelegation, die vom 2. bis zum 3. Oktober zusammen mit 15 Delegationen der anderen Bundesländer den Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung feiern will.

Als Mitglied der Delegation hatte Müller-Stüler am Dienstag bei einer Brotzeit mit dem bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) die Gelegenheit, einige Worte mit dem Politiker zu wechseln. „Ich bin gespannt, wie viel Zeit dafür wirklich bleibt“, sagte Müller-Stüler im Vorfeld des Treffens. „Ich hätte Lust, mit ihm über die Stellung der CSU in Bayern im Vergleich zur CDU oder über das Betreuungsgeld zu plaudern.“ Mehr Hoffnung setzte er auf den Mittwoch, wenn Bundespräsident Joachim Gauck beim offiziellen Festakt in der Bayrischen Staatsoper mit jeder der 16 Bürgerdelegationen gesondert sprechen will. „Er gilt ja als Präsident für die Freiheit“, sagt Müller-Stüler, „ich fände es spannend, mich mit ihm darüber zu unterhalten.“

Ausgewählt wurden die 13 Ehrenamtler, die aus verschiedenen Regionen Brandenburgs stammen, von der Staatskanzlei. Sie alle hätten sich über viele Jahre hinweg in beeindruckender Weise bürgerschaftlich und sozial engagiert, so Günter Brüggemann, Sprecher der Staatskanzlei. Müller-Stüler ist seit seinem Umzug nach Potsdam im Jahr 2003 ehrenamtlich tätig: Unter anderem ist er Schatzmeister im Verein zum Wiederaufbau der Garnisonkirche und sitzt im Vorstand eines Schulvereins. Mit seinem Know-how als Anwalt für Steuerrecht ist Müller-Stüler auch als zertifizierter Berater bundesweit für Stiftungen tätig, unter anderem für die Potsdamer Bürgerstiftung, deren Vorsitzender er ist. Zudem ist er Mitglied eines Projektkreises der Staatskanzlei, der derzeit an der Einführung einer Ehrenamtskarte für Brandenburg arbeitet.

An den eigentlichen Tag der Einheit, den 3. Oktober 1990, kann sich Müller-Stüler noch gut erinnern: „Ich war damals noch Schüler und wohnte in Berlin. Ich sah die Feier im Fernsehen und bin danach zum Brandenburger Tor gegangen.“ Er habe das Ereignis mit gemischten Gefühlen aufgenommen: „Meine Stimmung war eher verhalten, aber ich war mir auch bewusst, dass es ein bedeutender Tag war. Es war aber auch viel Freude dabei, und ich war gespannt, was sich daraus entwickeln würde.“ Und später hat er „irgendwie gestaunt, dass das alles so klappt.“ (PNN vom 4.10.2012, von Erik Wenk)

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