04.04.2014 | Historische Glocke der Garnisonkirche kehrt zurück

Sie galt längst als verschollen, doch nun ist  eine verloren geglaubte Glocke des historischen Glockenspiels der Garnisonkirche in Potsdam wieder aufgetaucht. Anfang Mai wird sie im feierlichen Rahmen dem Manfred Stolpe, Kuratoriumsmitglied der Stiftung

Sie galt längst als verschollen, doch nun ist  eine verloren geglaubte Glocke des historischen Glockenspiels der Garnisonkirche in Potsdam wieder aufgetaucht. Anfang Mai wird sie im feierlichen Rahmen dem Manfred Stolpe, Kuratoriumsmitglied der Stiftung, übergeben. Geplant ist zudem, dass Sigmar Gabriel eine Rede hält.

Potsdam/ Berlin. Die Einladungen sind schon rausgeschickt: Am 8. Mai wird in Berlin-Nikolassee eine verschollen geglaubte Glocke vom größtenteils kriegszerstörten Glockenspiel der Garnisonkirche übergeben. Als prominenter Gast kommt Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), der in seiner Eigenschaft als Wirtschaftsminister ans Rednerpult tritt. Thema: „Unternehmerisches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung.“

Hinter der Veranstaltungsadresse auf Schwanenwerder verbirgt sich ein renommierter Firmenname – und Mäzenatentum der XXL-Klasse: Es handelt sich um die Repräsentanz der schwäbischen Würth-Gruppe, die einer der Global Player im Großhandel mit Produkten der Befestigungs- und Montagetechnik ist (Volksmund: „Schrauben-Würth“).

Dass das Unternehmen Gefallen an dem Potsdamer Wiederaufbau-Projekt gefunden hat, bestätigt Martin Vogel, theologischer Vorstand der Garnisonkirchenstiftung. Eine Großspende sei nicht vereinbart, sagte Vogel auf Nachfrage, dennoch: „Das Unternehmen identifiziert sich insofern mit unserem Vorhaben, als es diesen Multiplikatoren-Abend in der Berliner Repräsentanz veranstaltet. Das ist ganz großartig“, sagte Vogel. Im Ranking der 500 größten Familienunternehmen der Zeitschrift „Wirtschaftsblatt“ nimmt das Unternehmen den 14. Platz ein. Die Kunstsammlung Würth ist weltbekannt.

Ein Kunstwerk von Rang war einst auch das Glockenspiel des Holländers Jan Albert de Grave im Garnisonkirchturm. Nach den Luftangriffen im Jahr 1945 bargen zwei Brüder eine unversehrte Glocke. Am 8. Mai wird sie an die Kirchenstiftung übergeben. (Märkische Allgemeine Zeitung, 04.04.2014, von Ildiko Röd)

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