16.01.2013 | Geld für Garnisonkirche – Stiftung verhandelt mit Großspendern und will bis zum Jahresende zwölf Millionen Euro einwerben

Innenstadt – Mit dem Wiederaufbau der Garnisonkirche soll im Frühjahr 2014 begonnen werden. Er sei sehr zuversichtlich, die nötigen zwölf Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt spätestens bis zum Ende

Innenstadt – Mit dem Wiederaufbau der Garnisonkirche soll im Frühjahr 2014 begonnen werden. Er sei sehr zuversichtlich, die nötigen zwölf Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt spätestens bis zum Ende dieses Jahres zusammenzubekommen, sagte Peter Leinemann, Verwaltungsvorstand der Stiftung für den Wiederaufbau des Gotteshauses, am Rande des Neujahrsempfangs der Garnisonkirchen-Fördergesellschaft den PNN.

Man sei mit „zwei bis drei Personen“ in sehr vielversprechenden Gesprächen über ein Großsponsoring, so Leinemann. Mit dem Geld will die Stiftung binnen eines Jahres das knapp 20 Meter hohe Sockelgeschoss des einst fast 90 Meter hohen Kirchturms wiedererrichten. Bestandteil des Sockelgeschosses ist auch die Kapelle, deren Gestaltung zwischen Stiftung und Fördergesellschaft nach wie vor umstritten ist. Wie berichtet favorisiert die Stiftung den Entwurf des Planungsbüros Hilmer & Sattler und Albrecht (HSA) einer achteckigen, 16 Meter hohen Kapelle. Viele Mitglieder der Fördergesellschaft wollen stattdessen aber den Vorschlag des Potsdamer Architekten Christopher Kühn für einen flacheren, einfacheren Raum mit viereckiger Grundfläche verwirklicht sehen. Die Gespräche zwischen beiden Seiten laufen, Leinemann hält eine Einigung bis zum Sommer für möglich. Burkhart Franck, Vorsitzender der Fördergesellschaft, hofft auf „keinen faulen Kompromiss, sondern eine Lösung, die alle Seiten zufriedenstellt“.

Für ein weiteres Stück Skulpturenschmuck am Kirchturm ist die Finanzierung gesichert. Ein Oberst, der in Afghanistan stationiert war, habe 10 000 Euro für die Rekonstruktion einer geflammten Vase gespendet, sagte Franck. Sie solle auf Wunsch des Sponsors mit einer Gedenkinschrift für Henning von Tresckow versehen werden, so Franck. Von Tresckow gehörte zum Kreis der Widerständler des 20. Juli 1944. Viele von ihnen waren Angehörige des Infanterieregiments Nr. 9, dessen Hauskirche die Garnisonkirche war.

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sagte, angesichts des bevorstehenden 80. Jahrestags des Händedrucks zwischen Hitler und Hindenburg vor der Kirche erwarte er „kritische Diskussionen“ zum Wiederaufbau. Dies sei aber auch eine Chance für das Projekt, so Jakobs. (PNN vom 16.01.2013, von pee)

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