02.03.2020 | Der 1.000.000. Ziegel ist vermauert!

Am 18. Februar 2019 wurden die ersten Ziegelsteine gesetzt. Seitdem ist der Turm der Garnisonkirche kontinuierlich gewachsen und nun konnte in der letzten Woche der einmillionste Ziegelstein vermauert werden.

Der zukünftige Turm hat in seiner ganzen Ausdehnung der vier Etagen im Mitteltrakt und den Seitenflügeln bereits eine Höhe von ca. 16 m erreicht. Derzeit werden die letzten Rundbögen über den Fenstern geschlossen, die Blütenranken und Schlusssteine aus Sandstein eingemauert. Die Hochbauarbeiten liegen im Zeitplan. Die Kalkulation für den Bau geht vom Verbau von insgesamt 2,8 Mio. Ziegelsteinen aus. Bis zur Höhe von knapp 60 m ist der Turm ein Ziegelbauwerk mit Stahlbetondecken.
Die Setzung des einmillionsten Ziegelsteins der Firma Wienerberger wurde vom Maurer Ismail Jonuzi gemeinsam mit Brunhilde Hanke vollzogen.


Heiko Bärwald, Bauleiter der Firma Dreßler-Bau Dresden: „Auf so einer einzigartigen Baustelle tätig zu sein, ist eine tägliche Freude für jeden, der hier mitarbeiten darf. Mir ist keine Baustelle bekannt, wo in diesem Umfang tatsächlich Stein auf Stein gemauert wird. Eine tolle Herausforderung. Ich bin dankbar, dass wir diesen großen Abschnitt zeitlich im Plan und unfallfrei vollzogen haben.“


Brunhilde Hanke, Oberbürgermeisterin in Potsdam von 1961 bis 1984: „Ich bin nun fast 90 Jahre alt, habe als 15jährige das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebt und kann aus allem was ich in den verschiedenen Gesellschaftssystemen erlebt habe, nur mein Credo unterstreichen, dass wir alles daran setzen müssen, die Demokratie stabil zu halten und, wie es im Sockel des Turmes schon jetzt in Stein gemeißelt ist, unsere Füße auf den Weg des Friedens richten. Ich mache mir Sorge um die politische Kultur in unserem Land.“


Wieland Eschenburg, Vorstand für Kommunikation und Programm der Stiftung Garnisonkirche Potsdam: „Wir sind dankbar, dass Brunhilde Hanke diesen besonderen Moment gemeinsam mit uns gestaltet hat. Dass der Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche schon jetzt ein Lernort ist, wird durch die persönliche Teilnahme von Brunhilde Hanke unterstrichen. Ich zolle ihr hohen Respekt für ihren Umgang mit ihrer eigenen Geschichte.“

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