05.04.2015 | "Das soll strahlen in die Stadt Potsdam“

Erstmals ist zum Ostersonntag vor der Nagelkreuzkapelle in Potsdam ein Osterfeuer entzündet worden.

 Zu der Feier hatten die Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche und das Bündnis Potsdamer Mitte eingeladen. Die Pfarrerin an der Nagelkreuzkapelle, Cornelia Radeke-Engst, trug dazu eine brennende Osterkerze ins Freie, mittels der das Feuer zum Brennen kam. Vier Demonstranten der Initiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ protestierten am Rande des Geländes gegen das Vorhaben eines Wiederaufbaus.

 

Beim vorausgegangenen Ostergottesdienst in der bis auf den letzten Platz besetzten Kapelle, unter den Besuchern war der ehemalige Ministerpräsident Brandenburgs, Manfred Stolpe, feierten die Versammelten die Auferstehung Christi mit dem Ruf „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.“ Bei einem Fürbittgebet hatte der Vorsitzende der Fördergesellschaft, Burkhart Franck, zur Zukunft des Kirchenortes gesagt: „Lass diesen Ort eine Schule des neuen Glaubens werden. Barbara Kuster, Sprecherin des  Bündnisses Potsdamer Mitte, hatte zum Ausdruck gebracht, dass es für den Ort der Garnisonkirche eine „Auferstehung“ geben solle. „Das soll strahlen in die Stadt Potsdam“, sagte sie.

 

Anders als angekündigt, mussten die Gottesdienstbesucher auf die Predigt des ehemaligen Bischofs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Professor Dr. Wolfgang Huber verzichten, er musste sich wegen Krankheit entschuldigen lassen. Pfarrerin Radeke-Engst nahm in ihren Worten an die Gemeinde auf, dass die biblischen Texte von heilenden Kräften des Auferstandenen sprechen. In vielen Lebensbezügen komme es auf die Perspektive des „Aufstehens“ an. „Das Happy End der Geschichte legt uns Gott ans Herz,  schloss die Predigerin.

 

Die Nagelkreuzkapelle steht am ehemaligen Standort der Potsdamer Garnisonkirche, die am 14. April 1945 bei einem Angriff alliierter Bomber in Brand geriet, schwer beschädigt und 1968 durch eine Verfügung der DDR-Staatsorgane unter Walter Ulbrichts gesprengt wurde. Der Wiederaufbau der traditionsreichen preußischen Kirche  wird von der Stiftung Garnisonkirche Potsdam, der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche und der lokalen Initiative Bündnis Potsdamer Mitte („Mitteschön“) betrieben.

 

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