23.02.2014 | Bürgerbegehren als Chance

Er hat keine Angst: Potsdams Superintendent Joachim Zehner begrüßt die geplante Aktion gegen den umstrittenen Wiederaufbau der Garnisonkirche. Potsdam – Potsdams Superintendent Joachim Zehner – erklärter Befürworter des Wiederaufbaus der Garnisonkirche

Er hat keine Angst: Potsdams Superintendent Joachim Zehner begrüßt die geplante Aktion gegen den umstrittenen Wiederaufbau der Garnisonkirche.

Potsdam – Potsdams Superintendent Joachim Zehner – erklärter Befürworter des Wiederaufbaus der Garnisonkirche – freut sich auf das Bürgerbegehren gegen das umstrittene Projekt. Bei der Frühjahrssynode des evangelischen Kirchenkreises Potsdam sagte Zehner am Wochenende, das Bürgerbegehren müsse als Chance begriffen werden: „Die Initiative hilft, den Wiederaufbau mit seinen Inhalten in die Medien zu bringen.“ Damit könne der Bau, für den noch Spenden in Millionenhöhe benötigt werden, überregional bekannter werden.

Gerade in dem Jahr, in dem sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal jähre, werde mit dem Projekt laut Zehner zum Ausdruck gebracht: „Wir Europäer, wir Deutschen, verschweigen nicht unsere Geschichte, wir können daraus lernen und schlagen neue Wege ein. ’Eine Kultur des Friedens bauen’ – steht auf einem Transparent an der Baustelle. Dafür wollen wir die Garnisonkirche wieder aufbauen.“ Zudem verwies Zehner auf einen Synodenbeschluss von 2012, mit dem die Garnisonkirchen-Stiftung gebeten wird, als Arbeitsschwerpunkte unter anderem die Themen Versöhnung, Ausländer- und Militärseelsorge, Arbeit gegen Rechtsextremismus und das Auseinanderdriften der Stadt Potsdam zu bearbeiten.

Wie berichtet will die Initiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ das Bürgerbegehren noch vor der Kommunalwahl starten. Dabei wird es voraussichtlich um die Frage gehen, ob die Stadt aus der Stiftung für das Kirchenprojekt austreten soll. Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren müssen rund 13 500 Potsdamer ihre Unterschrift abgeben. Dann können entweder die Stadtverordneten für den Austritt Potsdams stimmen – oder es kommt zum Bürgerentscheid. Der geplante Wiederaufbau der 1968 gesprengten Kirche wird seit Jahren kontrovers diskutiert. (Potsdamer Neueste Nachrichten, 23.02.2014, von Henri Kramer / Erik Wenk)

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