24.06.2010 | BAUEN: Breite Straße soll zur Allee werden – Sanierungsträger plant Entfernung des Mittelstreifens und Bepflanzung der Ränder

POTSDAM / INNENSTADT – Perspektivisch soll die Breite Straße zu einer Aformidablen Allee werden. In einem ersten Schritt werden die Seitenränder der verkehrsreichen Straße zwischen Schlossstraße und Dortustraße ab 2011 mit Bäumen bepflanzt. Um den nötigen Platz zu gewinnen, fällt dafür der wenig ansehnliche Mittelstreifen weg. Davon berichtete die Stadtverwaltung im am Dienstagabend im Bauausschuss.

POTSDAM / INNENSTADT - Perspektivisch soll die Breite Straße zu einer Aformidablen Allee werden. In einem ersten Schritt werden die Seitenränder der verkehrsreichen Straße zwischen Schlossstraße und Dortustraße ab 2011 mit Bäumen bepflanzt. Um den nötigen Platz zu gewinnen, fällt dafür der wenig ansehnliche Mittelstreifen weg. Davon berichtete die Stadtverwaltung im am Dienstagabend im Bauausschuss. Für die Planung und Umsetzung des Vorhabens, das noch zum Verkehrsumbau fürs Schloss und die Garnisonkirche gehört, ist der Sanierungsträger Potsdam zuständig, der die Planung sogar schon abgeschlossen hat.

Den Anstoß zur Debatte hatte Ralf Jäkel (Linke) gegeben, der forderte, der hässliche Mittelstreifen auf der Breiten Straße solle doch begrünt werden. Eine „Guerrilla“-Aktion zum Tag der Erde hatte Ende April für Schlagzeilen gesorgt, als Aktivisten Bodenplatten heraushoben und statt dessen Blumen pflanzten. Polizei und Stadt hatten die „Bienentankstelle“ und „Augenweide“ genannte „Lebensinsel“ jedoch schnell wieder entfernt.

Jäkel nahm diesen Anstoß auf und forderte, die Stadt möge den Mittelstreifen entsiegeln, mit Muttererde auffüllen und begrünen – mit Rasen oder Sträuchern. Wenn sich Bürger dazu bereit fänden, könnten sie dort auch Blumen pflanzen, schlug er vor.

Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) war dagegen. Er sah weder „ökologische Wirksamkeit“ noch eine „Aufenthaltsqualität“ auf dem Mittelstreifen und verwies auf knappe Kassen. Kosten und Nutzen stünden in keinem Verhältnis. Frank Steffens, im Rathaus für Straßen zuständig, ergänzte, langfristig solle der Alleecharakter der Breiten Straße bis zur Einmündung auf die Zeppelinstraße weitergeführt werden. Er räumte aber ein, dass das noch „in einiger Ferne“ läge.

Weil sich auch die anderen Bauausschussmitglieder Jäkels Vorstoß nicht völlig verschlossen, wurde der Antrag als Prüfauftrag einstimmig beschlossen. Die Verwaltung soll nun bis November Vorschläge vorlegen. (PNN vom 24.06. 2010, Jan Bosschaart)

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