22.07.2011 | BAU: Fundamente der Garnisonkirche freigelegt – Bohrungen sollen Auskunft über die Tragfähigkeit des Baugrunds geben / Fahrspur-Sperrung

POTSDAM / INNENSTADT – Historienfreunde können jetzt einen – zugegebenermaßen bruchstückhaften – Blick in die Vergangenheit der Garnisonkirche werfen. Auf der Fläche vor der Garnisonkirchenkapelle in der Breiten Straße sind

POTSDAM / INNENSTADT – Historienfreunde können jetzt einen – zugegebenermaßen bruchstückhaften – Blick in die Vergangenheit der Garnisonkirche werfen. Auf der Fläche vor der Garnisonkirchenkapelle in der Breiten Straße sind bereits Teile des alten Fundaments ausgegraben worden. Allerdings sollen nicht alle Fundamente freigelegt werden, erklärt Architekt Christian Franke von der Berliner Teamproject GbR: „Es werden exemplarisch Stellen geöffnet, wo man Analogschlüsse ziehen kann.“

Laut Franke hat es in den letzten Wochen außerdem Bohrungen bis in 30 Meter Tiefe gegeben, um die Bestandsfundamente und den Baugrund der Kirche zu untersuchen. Die Fragen, um die es dabei geht: Wie tragfähig sind die alten Fundamente noch? Und wie ist der Baugrund – seit jeher ein Schwemmgebiet – hinsichtlich der Tragfähigkeit beschaffen? Das endgültige Gutachten wird zwar erst Mitte September fertiggestellt, doch schon jetzt zeichnet sich Positives ab. Franke: „Es gibt wohl eine tragfähige Sandschicht.“ Unklar sei hingegen noch die Qualität der Bestandsfundamente. „Erst dann können wir einschätzen, wie die zukünftige Fundamentierung für die Kirche aussieht“, so Franke. Könnten die Fundamente noch genutzt werden, würden keine zusätzlichen Kosten entstehen. Die Untersuchungen dienen auch dazu, die exakte Verortung der Kirche zu ermitteln: „Es geht um Messungen im Zentimeterbereich“, erklärt Franke.

Weil der Turm seinerzeit bis in den jetzigen Straßenraum hineinragte und auch hier bis in 3,50 Meter Tiefe gegraben werden muss, brechen bald harte Zeiten für Autofahrer an: Vom 26. Juli bis voraussichtlich 5. August werden zwei der vier Fahrspuren in Richtung Zeppelinstraße gesperrt, so Rathaussprecherin Regina Thielemann gestern. (MAZ vom 22.07.2011, Von Ildiko Röd)

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