26.04.2012 | Anti-Achteck-Fraktion wächst – Mehrere Gegenvorschläge für Kapelle im Garnisonkirchturm

POTSDAM / INNENSTADT – Nachdem es anfänglich nur einen einzigen Gegenplan zum achteckigen Architektenentwurf für die Kapelle im künftigen Garnisonkirchturm gab, ist die Zahl

POTSDAM / INNENSTADT – Nachdem es anfänglich nur einen einzigen Gegenplan zum achteckigen Architektenentwurf für die Kapelle im künftigen Garnisonkirchturm gab, ist die Zahl der Gegenentwürfe in den letzten Wochen stark gewachsen. „Neben vier graphischen Vorschlägen gibt es mehrere schriftliche Stellungnahmen“, erklärte Burkhart Franck vom Vorstand der Fördergesellschaft Wiederaufbau Garnisonkirche (FWG) gestern auf MAZ-Nachfrage. Einer dieser Entwürfe soll in den nächsten Tagen auch der Presse vorgestellt werden.

Wie berichtet, hatten Kritiker aus den Reihen der FWG Anstoß an der oktogonalen Kapelle des Architektenteams Hilmer & Sattler und Albrecht genommen. Dieser entspreche zuwenig dem schlichten, „preußischen“ Stil der Garnisonkirche, hieß es. Die nun vorliegenden Kapellenentwürfe, die bis Mitte April eingereicht werden konnten, sind laut Franck fast alle von einer ähnlichen architektonischen Auffassung geprägt: „Sie haben – bis auf eine Ausnahme – alle die Tendenz einer schlichteren, rechteckigen Kapelle, die ein Stockwerk niedriger ist als es der Architektenentwurf vorsieht.“

Die Debatte um das Aussehen der künftigen Kapelle soll von einem „Bewertungsteam“ befriedet werden, das laut Franck am 21. Mai tagt und dann eine Empfehlung für das Kuratorium der Garnisonkirchenstiftung ausarbeiten wird. Den Team-Vorsitz hat Ludwig Bamberg inne, Autor einer Monographie zur Garnisonkirche. Das Team selbst besteht zur Hälfte aus Mitgliedern des „Kompetenzteams Bau“ der Stiftung Garnisonkirche; zur anderen Hälfte aus FWG-Mitgliedern. Die Entscheidung über die Form der Kapelle, die auch Gedenkort sein soll, sei dem Kuratorium vorbehalten, so Franck. (MAZ vom 24.04,2012, Von Ildiko Röd)

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