16.01.2010 | 2011 Umbau der Breiten Straße – Voraussetzung für Errichtung des Turms geschaffen / Bundespräsident bei Benefizkonzert

POTSDAM / INNENSTADT – 2011 wird die Umgestaltung der Breiten Straße vom Filmmuseum bis zur Dortustraße durchgeführt. Das sagte die städtische Projektkoordinatorin für die Potsdamer Mitte, Katharina Jantzen, am Rande eines Neujahrsempfangs, zu dem die Fördergesellschaft Wiederaufbau Garnisonkirche (FWG) am Freitagabend eingeladen hatte. Durch den Umbau der Breiten Straße soll Raum für die Errichtung des

POTSDAM / INNENSTADT – 2011 wird die Umgestaltung der Breiten Straße vom Filmmuseum bis zur Dortustraße durchgeführt. Das sagte die städtische Projektkoordinatorin für die Potsdamer Mitte, Katharina Jantzen, am Rande eines Neujahrsempfangs, zu dem die Fördergesellschaft Wiederaufbau Garnisonkirche (FWG) am Freitagabend eingeladen hatte.

Durch den Umbau der Breiten Straße soll Raum für die Errichtung des Garnisonkirchturms – dieser stand bis zu seiner Sprengung im derzeitigen Straßenraum – geschaffen werden. Laut Jantzen wird sich aber dabei die Anzahl der bestehenden Fahrspuren nicht verringern. Dafür soll die Mittelinsel auf der Straße entfallen. Geplant ist auch eine extra Rechtsabbiegespur hinter dem Turm-Neubau in die Dortustraße.

Noch in diesem Monat wird die notarielle Übertragung der Grundstücke zum Wiederaufbau des Turms an die Garnisonkirchenstiftung erfolgen, kündigte Oberbürgermeister Jann Jakobs in seiner Grußadresse an. Nach anfänglich eher enttäuschenden Jahren könne die im Jahr 2004 mit dem „Ruf aus Potsdam“ gestartete Wiederaufbau-Aktion nun „einen richtigen Schub“ verzeichnen.

Über Anfangsschwierigkeiten bei einem Wiederaufbau-Projekt konnte am Freitagabend auch der Pfarrer der Dresdner Frauenkirche, Sebastian Feydt, berichten. „90 Prozent waren dagegen; zehn Prozent dafür.“ Als Gründe für den Umschwung nannte Feydt unter anderem das vereinte Wirken von weltlichen und geistlichen Stiftern sowie ein „Nutzungskonzept, das integrierend aufgebaut ist“. Auch die Unterstützung des ZDF sowie eines großen Bank-Instituts hätten maßgeblich zum Spenden-Erfolg beigetragen.

Eine solche Unterstützung durch eine Großbank hält man bei der FWG momentan – in Anbetracht der Wirtschaftssituation – für wenig realistisch. Stattdessen suche man das Gespräch mit kleineren Banken, so FWG-Vorsitzender Johann-Peter Bauer.

Prominente Unterstützung erhält das Anliegen voraussichtlich im Juni. Dann wird Bundespräsident Horst Köhler in seiner Eigenschaft als Schirmherr ein Konzert zugunsten des Wiederaufbaus besuchen, das in Berlin gegeben wird. Es findet am Vorabend des Gedenkens an die Sprengung der Kirche am 23. Juni 1968 statt. (Von Ildiko Röd)

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