31.08.2013 | 20 000 Euro für die Garnisonkirche

Erneut hat die Fördergesellschaft eine saftige Privatspende für den in Potsdam heftig umstrittenen Wiederaufbau der Garnisonkirche erhalten. Das Geld soll für eine vergoldete Tafel über dem Turmeingang

Erneut hat die Fördergesellschaft eine saftige Privatspende für den in Potsdam heftig umstrittenen Wiederaufbau der Garnisonkirche erhalten. Das Geld soll für eine vergoldete Tafel über dem Turmeingang verwendet werden.

Innenstadt – Die Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche hat nach dem Vortrag des Architekten Thomas Albrecht am 27. August zur Kirchen- und Kapellenarchitektur eine Privatspende über 20 000 Euro erhalten. Der Spender, ein Potsdamer Ingenieur, will ungenannt bleiben, so die Fördergesellschaft. Als Motiv gab er an, dass er 1968 die Sprengung der Garnisonkirche erleben musste und nun an ihrer Wiederherstellung mitwirken möchte. Das Geld werde für die teilvergoldete Tafel über dem Turmeingang verwendet.

Erst Mitte August hatte die Garnisonkirchenstiftung eine neue Privatspende vermeldet:  Die Geschwister Hubertus Negwer und Elisabeth Steuber, Enkel des  Ohropax-Erfinders Maximilian Negwer, gaben 10 000 Euro aus dem Nachlass  ihrer Mutter. Davon soll ein Fassadenschmuckelement bezahlt werden. Die  Gesamtkosten für den Wiederaufbau liegen bei 100 Millionen Euro.  Baustart soll 2014 sein.

Doch der Wiederaufbau ist nicht unumstritten: Die Bürgerinitiative „Für ein Potsdam ohne Garnisonkirche“ hatte ebenfalls Mitte August eine  Online-Petition gestartet: Inzwischen haben 3843 Menschen  das Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf  www.change.org unterzeichnet. Sie wenden sich gegen den Plan von  Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), den Wiederaufbau mit zwölf  Millionen Euro aus Bundesgeldern zu fördern. Das sei ein falsches  Zeichen, die Kirche gelte im In- und Ausland als „Geburtsstätte des  Dritten Reiches“. Wenn der Baustart mit Bundesgeld bezahlt wird, werde  das wegen fehlender Spender zwangsläufig zur vollen Finanzierung aus  öffentlichen Mitteln führen. (Potsdamer Neueste Nachrichten, 31.08.2013, von  jaha/PNN)

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