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Gästebuch

01. Mai 2014 | 14:08

Freiheit

Sehr geehrter Herr Franck,

das Versöhnungskonzept in seiner jetzigen Form ist recht dürftig beschrieben bei ihnen. Es kommt nicht umsonst immer wieder der Verdacht auf, dies Versöhnungskonzept sei nur vorgeschoben um die Bedeutung der Kirche für den Preußischen Militarismus zu übertünchen. Auch von Grünen wurden diese Kritik schon erhoben.

Wie wäre wen Sie in ihrem Versöhnungskonzept die Verbrechen der Wehrmacht auch an ihren eigenen Soldaten wie das Absichtliche schicken von Soldaten über Minenfelder oder den Befehl eines Offiziers zur Ermordung von verwunderten eigenen Soldaten benennen.

Viele Grüße
Freiheit


28. April 2014 | 23:48

franck_gk

Sehr geehrter "Potsdamer",

der Begriff "Faschismus" war ursprünglich auf die italienische Bewegung beschränkt. In Deutschland wurde er als ein Kampfbegriff eingeführt, ebenso wie die Begriffe "Nazis", "Sozis" oder "Bolschewiken". Er sollte wohl davon ablenken, daß es sich auch beim NS um eine Form des Sozialismus handelte.
Man sollte deshalb bei dem wissenschaftlich korrekteren Begriff "Nationalsozialismus" bleiben.

Burkhart Franck


28. April 2014 | 23:12

Potsdamer

@franck_gk

Bezugnehmend auf ihre Antwort an “Herrn Classen” 174 am 27. März 2014 um 21:00 Uhr

Herr Oberst a.D. Franck Sie schrieben:

"Nicht die Kritik an Krieg und “Faschismus” (Sie meinten vermutlich “Nationalsozialismus”)"

Was soll denn diese Maßreglung von Herrn Classen? Faschismus ist kann entweder synonym für Nationalsozialismus oder als Oberbegriff für Nationalsozialismus genutzt werden.

Ihre Kritik an Herrn Classen am 27. März 2014 um 21:00 Uhr ist nicht sachgerecht.


27. April 2014 | 00:32

Günther Mierisch

Leuten denen die GK schon immer ein Dorn im Auge war, haben jetzt zu Wahlkampfzeiten ihren großen Auftritt. Viele Gernekritiker in anderen Leserblogs treten schon ziemlich frech, überheblich, unnachgiebig und aggressiv gegen die Unterstützer der GK und Landtag auf.
Schimpfworte wie Rosa Klotz ,Nazikirche ,Barockfetischisten,usw ist da zu lesen. Man wird immer finden, das diejenigen die am wenigsten leisten, am meisten und schärfsten kritisieren.Wen wunderts Potsdam ist nicht München. Potsdam war von 1952-1990 Bezirksstadt der DDR .Der größteTeil der Einwohner
wohnt ja heute noch in der Stadt., und nicht wenige von ihnen standen dem Vorwende System nahe. Einige davon
standen in Stadtplanerischer Verantwortung und unterstützten somit den Abriss von GK und Stadtschloss . Wenn man sich nach der Merheit der Potsdamer gerichtet hätte würde heute kein neuer Landtag im Zentrum stehen. Was ich mir von vielen Potsdamern wünsche, ist:: mehr Arrangement und Interesse für ihre Stadt zu zeigen.Es ist festzustellen das sich mehr die Neupotsdamer und,,Nichtpotsdamer "Arrangieren und die ,,Alteingessenen"eher gleichgültig sind. Dadurch lassen sie sich so leicht vom Strom der Gegner mitreißen. Der Gegnerschaft ist es in großen Teilen gelungen, die Massen zu mobillisieren kontra GK. Ob nun hinter jedem Unterzeichner des Bürgerbegehrens, Kompetenz,, Weitsicht und das dadurch nötige Urteilsvermögen steckt ist fraglich, aber immerhin zählt ja die Anzahl der Unterschriften, nur die ist für die Iniziatoren wichtig. Da frage ich mich, hängen zukünftig wichtige Bauprojekte in der Stadtmitte mal eben von der Anzahl der Unterschriften von Frau und Herrn XYZ aus Potsdam ab. Ich denke für bestimmte Dinge in der Stadt kann man nicht immer den Bürger die Entscheidung überlassen.


25. April 2014 | 22:21

Helmut Krüger

@ F. Rex,

eine Kopie ist nur dann schlechter als das Original, wenn das Original sichtbar existiert und durch billiges Nachmachen sich der Werthaltigkeit dieses Originals bloß bedient wird. Insofern handelt es sich bei der Garninsonkirchenrekonstruktion um einen weitestgehenden Nachbau des bewusst zerstörten Originals, von dessen hoher Werthaltigkeit die Freunde der Sprachschöpfung "Kopie" offenbar auch ausgehen.

in meinem Beitrag war weder die Rede davon, dass es eine Mehrheit für oder eine Mehrheit gegen die Garnisonkirche gäbe. Vielmehr schrieb ich davon, dass es Fragen gibt, die sich der Logik einer Mehrheitsentscheidung - wie immer sie auch ausgehen mag - nach meiner Überzeugung entzieht. Dazu gehört für mich die Frage, ob die Kirche eine Kirche errichten darf.


25. April 2014 | 09:07

franck_gk

Sehr geehrter Herr Knaack,

danke für Ihr Verständnis, aber nervös bin ich nicht. Natürlich gibt es Menschen, die schon vor 20 oder auch schon vor 50 Jahren gegen einen Wiederaufbau waren. Ein Vorhaben von großer Bedeutung hat immer Gegner. Vor 20 Jahren gab es "Die Andere" noch nicht. Damals gab es die "Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste usw.", aus der sich die verschiedensten, meist kurzlebigen Protestgruppen bildeten, hinter denen häufig dieselben Personen standen. So auch hier. Ihren Anmerkungen zu den Aufgaben der Parteien stimme ich ebenfalls zu. Es gibt allerdings zu denken, wenn unser Thema von einigen nur für die Dauer des Wahlkampf genutzt wird. Da die meisten Potsdamer Parteien den Wiederaufbau unterstützen und die dafür erforderlichen Beschlüsse gefaßt haben, wäre es für sie sinnlos, damit Wahlkampf zu führen.
Meiner Ansicht nach wirbt selbst das aktuelle Anti-Plakat, das die Garnisonkirche als Rakete zeigt, mit ihrer Schönheit eher für als gegen den Wiederaufbau.

Burkhart Franck


25. April 2014 | 08:21

Randy Knaack

Sehr geehrter Herr Franck,

ich habe ja Verständnis dafür, dass Sie nervös werden, aber dennoch sollte ein Mindestmaß an Fairness und Sachlichkeit nicht unterboten werden. Sie wissen doch sehr gut, dass einige der Menschen, die nun Unterschriften sammeln, sich seit mehr als 20 Jahren gegen den Aufbau der Garnisonkirche engagieren. Damals gab es DIE ANDERE m.W. noch gar nicht. Sie können schon glauben, dass die Gegner die Garnisonkirche nicht nur in Wahlkampfzeiten ablehnen. Außerdem ist es doch nicht schlecht, wenn Politiker vor der Wahl klare Positionen beziehen, damit die Wähler gut informiert sind. Vielleicht sollten Sie sich mal fragen, warum kein Wahlplakat für die Garnisonkirche wirbt. Wahrscheinlich schätzen die Pareteien die Stimmung so ein, dass man damit keinen Blumentopf gewinnen kann.


24. April 2014 | 12:15

F. Rex

@Uhlenbrock

Fragwürdig an der Befragung zum Landtag war beispielsweise das Hinzuziehen von Scheinvarianten, die bis dato nicht zur Diskussion standen, einzig mit dem Ziel, die Gegner eines Landtagsneubaus in der Form des alten Schlosses zu splitten und die Befragung mit einer relativen Mehrheit pro Neubau Stadtschlosskopie zu beenden. Hätte es einzig die Wahl zwischen Sanierung Brauhausberg und Neubau gegeben, wären die Neubaubefürworter mit vollem Dampf krachen gegangen. Selbst Jakobs meinte mal dazu, dass wenn es nur diese 2 Möglichkeiten gäbe, ein Neubau auf keinen Fall zustande käme, und man das eben nicht wolle. Dazu gab es auf den Unterlagen Ungereimtheiten, wie zum Beispiel die bereits als verschwenkt eingezeichnete Straße vor dem sogenannten Stadtschloss. Es wurde dem Wähler suggeriert, dass ja der Platz da sei und folgende Kosten sowie der Aufwand und die Einschränkungen der Strassenverlegung damit unterschlagen.
Man hätte letztlich eine 'Stichwahl' durchführen können. (so einem der Bürgerwille interessiert...)

@Helmut Krüger

Ich gebe Ihnen recht, es kann nicht immer nur alles nach Mehrheitsentscheidung entschieden werden. Das wäre das Ende des 'Kleinen' und produziert Spannungen in der Gesellschaft. Warum man sich auf Seiten der Garnisonkirchenkopieaufbaufreunde dann aber immer auf eine scheinbare stumme Mehrheit in der Bevölkerung pro GK-Neubau beruft und die Unterschriften als belanglos, da eh nur soundsoviel-tausend abtut bleibt die große Frage?

@all

Die Andere ist keine Partei!

und: was spricht dagegen, mit einem Thema, dass viele Menschen interessiert und besorgt Wahlkampf zu betreiben? Ist das nicht der Sinn des Wahlkampfs? Eigene Positionen nach außen kehren und damit versuchen die Menschen anzusprechen.
Das Reduzieren der Aktion gegen den Neubau der GK auf den Wahlkampf wird den engagierten Streitern allerdings nicht gerecht und verunglimpft den gelebten Protest zur stumpfen, nicht ernstgemeinten Parole. Deswegen: ja, das Thema wird im Wahlkampf genutzt, aber nicht weil Wahlkampf ist, sondern das Thema bewegt.


22. April 2014 | 20:40

Potsdamer

@franck_gk

Bezugnehmend auf ihre Anwort an “Herrn Zufall”.

Sie schrieben:

„Soldaten können nur dann Militaristen sein, wenn sie sich gesellschaftlich oder politisch betätigen und dabei systemwidrig nach militärischen Vorstellungen handeln.“

Ihre Auffassung das Soldaten nur Militaristen seinen können, wenn diese Soldaten systemwidrig handeln, steht im Widerspruch zu gängigen Definition von Militarismus.


22. April 2014 | 13:25

franck_gk

Sehr geehrter Herr Zehle,

Danke für Ihre Anmerkungen. Daß 2 Parteien das Thema „Wiederaufbau der Garnisonkirche“ für ihren Wahlkampf benutzen, ist offensichtlich – als Potsdamer müßte man blind sein, wenn man es nicht sähe. Nicht blind zu sein, ist nach meiner Ansicht keine Diskreditierung des Versöhnungsgedankens und auch keine Respektlosigkeit gegenüber Andersdenkenden. Blind und respektlos ist es dagegen, wenn die Unterschriftensammler gegen den Wiederaufbau die Potsdamer Passanten fragen: „Wollen Sie diese Nazi-Kirche?“. Ahnungslose können auf eine derartige Frage nur antworten: „Nein. Ich unterschreibe.“

Zum Thema „Versöhnung“: Wir befürworten seit dem „Ruf aus Potsdam“ im Jahre 2004 die Nutzung der Garnisonkirche als Stadtkirche, Symbolkirche und Versöhnungskirche. Als Versöhnungskirche soll sie ein Ort werden, an dem Beiträge zur Überwindung geistlicher, gesellschaftlicher und persönlicher Feindschaften geleistet werden – zum Beispiel im Bereich der Ökumene. In allen drei Nutzungsbereichen geht es um „Versöhnung“: mit Gott im Heute, mit unserer Geschichte im Gestern und mit unseren Mitmenschen in der Zukunft.

Diese Absicht hat sich nicht geändert. Geändert hat sich lediglich die ursprüngliche Vorstellung, die Garnisonkirche als ein „Internationales Versöhnungszentrum“ mit einem umfangreichen wissenschaftlichen Mitarbeiterstab zu errichten. Sie wurde frühzeitig aufgegeben, weil es sich um eine Kirche und nicht um ein politisches Institut handeln soll, das wir vermutlich auch nicht bezahlen könnten. Die Ziele der Friedens- und Versöhnungsarbeit bestehen dagegen unverändert weiter. Seit dem Bau der „Kapelle an der Garnisonkirche“ vor vier Jahren arbeitet unsere Pfarrerin an ihrer Umsetzung.

Kanonikus i. R. Dr. Paul Oestreicher hat den Ort „Garnisonkirche“ schon 2004 in die Internationale Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry aufgenommen, er ist Mitglied unserer Fördergesellschaft und unterstützt den Wiederaufbau - entgegen den Behauptungen der Gegner des Wiederaufbaus. Der derzeitige Dekan von Coventry John Witcombe besuchte uns im Februar letzten Jahres und schied mit den Worten: „Baut sie wieder auf!“ Zurzeit erarbeiten wir genauere Vorstellungen über die zukünftige Nutzung der Garnisonkirche. Dabei ist uns jede ehrliche Anregung und Kritik willkommen. Das bisherige, ausführliche Nutzungs- und Versöhnungskonzept können Sie in unserer Ausstellung zur Garnisonkirche erhalten.

Freundliche Grüße,
Burkhart Franck



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