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Gästebuch

22. Juli 2014 | 10:52

Stefan Schmittbauer

Noch mehr als über die Potsdamer Gegner der GK ärgere ich mich über die Einlassungen aus Coventry und auch von Herrn Stolpe. Natürlich muss die Kirche originalgetreu wiederaufgebaut werden. Der Zeithorizont ist mir hierbei ziemlich egal. Es wird in schönster Betroffenheitsprosa von "Brüchen" und "Verantwortung" geredet. Die "Brüche", welche vor allem architektonischer Natur sind, zeigen sich in jeder deutschen Großstadt und der Begriff der "Verantwortung" wird durch seine Überhöhung und seine fast schon rituelle Nutzung überstrapaziert. Verantwortung liegt für mich allein in den Anforderungen des christlichen Glaubens und nicht in der jeweiligen Nationalität. ich kann die GK-Stiftung nur davor warnen, den Gegnern durch Umbenennungen und architektonische Veränderungen entgegenkommen zu wollen. Somit wird das Projekt durch die Hintertüre torpediert. Auch finde ich die Unterstützung aus Coventry und namentlich von Herrn Oestreicher, mehr als zweifelhaft. Es wird doch wohl ernsthaft niemand daran glauben, dass in der GK zu Krieg und Unrecht aufgerufen wird!

Was den Wiederaufbau betrifft, kommt es letztendlich nicht auf das ganze salbungsvolle Gerede an. Schlicht und einfach muss Geld her!


21. Juli 2014 | 16:15

Günther Mierisch

Meine persönliche Meinung zum Bürgerbegehren/Entscheid ist: Die GK ist nationales Kulturgut. Sie gehört also nicht nur den Potsdamern allein.Über so ein wichtigen Bau kann man nicht die jetzt kontra GK beeinflussten Potsdamer durch eine Unterschrift entscheiden lassen.Dieser Bürgerentscheid steht nicht im Interesse der Stadt., sondern dient nur den Initiatoren. Eine Gruppe von Gegnern setzt jetzt alles auf die Potsdamer. Sie sind für ihr Ziel jetzt das wichtigste Instrument. Der Bürger wird nur als Werkzeug in diesem Fall für die Interessen einer gegnerischen Minderheit gebraucht. Den Organisatoren ist es nicht so wichtig ob der Bürger ein kompetentes Wissen über die GK besitzt .Wichtig ist für die Gegner nur,das die meisten Bürger die Unterschrift ins für sie richtige Kästchen setzen. Es ist für mich kein ehrlicher Entscheid. Ich respektiere die sachliche Meinung derer, die ihre Gründe gegen die GK haben. Aber der Bogen der sachlichen Kritik wird leider von einem Teil der Gegner überspannt. Bürgerentscheide nützen oft in erster Linie nur seinen Initiatoren, statt der Sache selbst. Wenn die Wut vom Kleinbürger erst einmal freigesetzt wurde, ist sie nicht mehr so leicht zu bändigen. Dann findet keiner mehr Gnade der sich ihr in den Weg stellt.


14. Juli 2014 | 21:28

Petra Günther

Die Garnisonkirche wurde missbraucht zu Propagandazwecken von Goebbels und Hitler- sie war ein Opfer und Opfer müssen wieder aufstehen, sonst werden sie immer Opfer bleiben!!! Die Tragödie - nicht die Garnisonkirche war das damalige, eigentliche Ziel , sondern die damals dort begrabenen Könige...man wollte den Schulter- Schluss zu Preußens Gloria. Die Wiederauferstehung der Kirche, in Gedenken an Menschen- wie Dibelius, die damals gegen den Aufmarsch waren und abgestraft wurden als Volksverräter, würde der Stadt mit Sicherheit viele Touristen bringen, welche den Handel, den zahlreichen Hoteliers und der Stiftung PSG jede Menge Geld einbringen, was uns letztendlich doch allen zu Gute kommt.


08. Juli 2014 | 12:13

franck_gk

Sehr geehrter Herr Uhlenbrock,

das Grundstück gehörte ursprünglich dem Militärfiskus, also dem Staat. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es der Zivilgemeinde der ehem. Garnisonkirche übertragen. Zum Zweck der der Sprengung enteignete die Stadt Potsdam im Jahr
1968 die Gemeinde und zahlte ihr eine Entschädigung von 600.000Mark. Nach der Wende übertrug die Treuhandgesellschaft das Grundstück auf die Stadt Potsdam mit der Auflage, es demjenigen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, der die Garnisonkirche wiederaufbaut. Dementsprechend übergab die Stadt Potsdam es der Stiftung Garnisonkirche Potsdam, die nun der Eigentümer ist. Die Stadt Potsdam war also zur Übergabe verpflichtet und hat nichts verschenkt.

Es gibt eine rege Debatte der Garnisonkirchenbefürworter und -gegner auf unserer Facebookseite "Potsdam mit Garnisonkirche" und auf der Seite von "Mitteschön!". Die Auseinandersetzung findet überwiegend dort statt.

Burkhart Franck


06. Juli 2014 | 20:28

Uhlenbrock

Mich würde einmal interessieren, wie denn die Eigentumsverhältnisse um das Kirchgrundstück ausgesehen haben?
Hat das Grundstück in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus der Kirche gehört? Und wenn ja, ist die Kirche von der Ulbricht-Diktatur enteignet worden, etwa entschädigungslos? Wenn das Grundstück jetzt von der Stadt in die Stiftung eingebracht worden ist, ist damit doch nur ein Unrecht beseitigt worden. Man betreibt doch seit Jahren Rückübertragung, so müsste es doch auch bei dem Kirchengrundstück gesehen werden. Die Bürgerinitiative möchte, dass das Grundstück an die Stadt zurückgegeben wird, damit es von der Stadt gut verkauft werden kann, eine zweite Enteignung? Die Kirche dürfte doch alles Recht der Welt haben, dieses Grundstück zu behalten und wieder zu bebauen.
Und dann frage ich mich, warum sich niemand mit den Personen in der Bürgerinitiative auseinandersetzt, in Gesprächen habe ich eine tiefe Kritik an der gesamten Stadtentwicklung bemerkt (Stadtschloss, Staudenhof, Hotel Mercure u.s.w.). Das sind Anhänger des Rechenzentrums und aller sozialistischen architektonischen Errungenschaften der DDR-Zeit. Hier geht es ums Grundsätzliche!


02. Juni 2014 | 21:46

Fred Lück

Als gebürtiger Potsdamer (51) und Stadtkanalunterstützer (Pfosten 25) freue ich mich auf die weitere Wiederherstellung der historischen Mitte incl. Garnisionkiche - die ich noch als Kind sah.
Keiner fragte die verbliebene Potsdamer Bevölkerung vor der mit Steuermitteln finanzierte zweite Stadtzerstörung durch zugezogenes SED - Personal.
Es ist ungleich schwieriger ein anspruchsvolles Projekt zum Erfolg zu führen als sich als ungebildeter, alberner ulbrichtscher Ideologie aufsitzender Querulant zu betätigen. Die große Mehrheit aller PotsdamerInnen denkt positiv !
In diesem Sinne wünscht viel Erfolg


15. Mai 2014 | 20:56

Helmut Krüger

Vielen Dank für die weitere Facette der Aufbauarbeit, die mit der Rede Sigmar Gabriels markiert ist.

Einen der darin enthaltenen Sätze will ich selbst mal so formulieren:

Die Zukunft gestaltet nicht der, der sich rigoros von der Vergangenheit abschneiden will, der sich aus der unendlichen Kette eines denunziatorischen Vorgehens gegenüber der Vergangenheit selbst nicht zu befreien vermag, die Zukunft gestaltet derjenigen, der sie annimmt und über sie hinauswächst.

Es ist ja eine Mär, dass einzig der so verstandene Schulterschluss zwischen Deutschnationalen und NSDAP zur Macht der Letztgenannten geführt hätte. Das ist das billig inszenierte Symbol. Um Weiteres zu erfahren, muss man sich nicht nur mit den plakatierten Inhalten, sondern auch mit den an den Tag gelegten Organisationsformen auseinandersetzen:

So unterschiedlich NSDAP und KPD in ihrer politischen Zielsetzung waren - hier die rassistische Überhebung der einen über die anderen, dort die zumindest abstrakt propagierte Gleichheit aller Menschen -, so glichen sie sich in ihrer Organisationsform wie ein Ei dem anderen: der Starrheit der einheitlichen Linie und der Unterdrückung der missliiebigen Auffassung im Innern.

Gelingt es - nicht zuletzt durch die Wiedererrichtung der Garnisonkirche - auf diesen beiden Ebenen zu denken, jenseits der Parole rot = braun und jenseits der Weigerung, dass die KPD in nicht minderem Maße durch ihren vergleichsweise stärker ausgeprägten Führerkult zu dem Klima beitrug, das der NSDAP doch erst in den Sattel verhalf?

Wenn neue Ordnungen gescheitert sind, dann weniger an ihren Ideen, sondern am Unzureichenden und Groben des Weges. Da ist das Garnisonkirchen-Projekt auf aangemesserem und somit gutem Wege:

Keine bange Frage, sondern eine herausfordernde: Reicht das, um in einer Gesellschaft oftmals unerträglicher Lautstärke sich keineswegs Gehör zu verschaffen, sondern Gehör zu finden?


15. Mai 2014 | 09:29

Schuppan

Zuschrift:

Einmischungsversuche gibt es – - unglaublich!


Da versucht es jetzt jemand nach den Unterschriftensammlern mit der Trennung von Staat und Kirche.

Aber obwohl der König sagte: „So baue ich Stadt und Land und mache nicht Christen, ist alles nichts nütze“, war dieser hehre Anspruch nicht nur ein christlicher, sondern ein gesamt-gesellschaftlicher – es ging um die Festigung des Gesamtgefüges Gesellschaft, Staat und Kirche.

Heute gibt es zu diesem Kernsatz einen zweiten, den ich am Anfang allen Tuns Ende 1989 äußerte: „Potsdam partizipiert noch immer vom kulturellen Ruf des 18. und 19. Jahrhunderts, besonders von der „gebauten Kultur“ in ihrer Einheit von Architektur und Landschaft“.
In dieser Projektion ist Potsdam ein Gesamtdenkmal und tatsächlich wurde die Silhouette der Stadt von drei Türmen geprägt: Heilig-Geist-Kirche, Nikolaikirche und Garnisonkirche. Nur in diesem Dreiklang sind die Veduten komplett.

Und die Aufgabe dieses Bild, so wie es sich im Gedächtnis Europas befindet, städtebaulich wieder in Ordnung zu bringen, ist primär eine der Stadt. Wenn sich für diese Aufgabe Partner finden, ist es umso besser. Wer da von erforderlicher Trennung erzählt, ist am Thema glatt vorbei.

Schon die Unterschriftensammler ahnen nicht, wie sehr sie Potsdam schaden und nun noch die Trennungstheoretiker – nein danke, so überwindet man nicht die Wunden, die der Stadt am Ende des zweiten Weltkrieges geschlagen wurden!!!

Horst Prietz

Einbringer der Willenserklärung zum Wiederaufbau der Garnisonkirche und erster Träger der Verdienstmedaille des Landtages Brandenburg, auch aus diesem Grund

p.s.: Zur Zeit der positiven Abstimmung zur Willenserklärung, die man als Demokrat auch heute noch achten darf(!), bemühten ewig gestrige den Tag von Potsdam und merkten nicht, dass sie als neue Demokraten scheinbar nicht in der Lage waren Preußen vom nationalistischen Ballast zu befreien – Heute stehen sie vor dem wieder aufgebauten Stadtschloss-Landtag, finden es toll und merken wieder nicht, dass zur stadtarchitektonischen Ausstrahlung die Garnisonkirche genau so dazu gehört – Fazit: nur mit positiven Leuten gewinnt auch Potsdam sein Gesicht wieder und heilen seine Wunden, dies schulden alle dem Gesamtdenkmal Potsdam.


14. Mai 2014 | 09:37

franck_gk

Dear Mr. Matier,
our online donation is under reconstruction and will be reopened soon. I will send you an application for membership and a tile donation form in Polish language. Thank you for any support!
Burkhart Franck


12. Mai 2014 | 11:11

zielona kawa

It's a pity you don't have a donate button! I'd without a doubt donate to this excellent blog! I suppose for now i'll settle for bookmarking and adding your RSS feed to my Google account. I look forward to brand new updates and will talk about this site with my Facebook group. Talk soon!



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