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Gästebuch

29. August 2014 | 17:03

Steven O'Fearna

Vorschlag zur Versöhnung der Befürworter und Gegner der Wiedererrichtung der Garnisonkirche

Es wird viel über die Symbolik der Garnisonkirche geschrieben.
Betrachten wir die Symbole, die an der historischen Fassade der Garnisonkirche zu finden waren, sehen wir Trophäen, Sinnbilder für siegreiche Kriegshandlungen, nicht ein einziges christliches Symbol.

Einer Versöhnungskirche steht das meiner Meinung nach schlecht zu Gesicht.
Wie könnten Bilder des kriegerischen Triumphs - zumal neu errichtet - das Äussere einer Versöhnungsstätte zieren?
Christliche Inhalte lassen sich beim besten Willen nicht glaubwürdig hinein interpretieren, der Wunsch nach Versöhnung kann so nicht sichtbar werden

Wegen der eindeutigen Botschaft, die Kriegstrophäen bildhaft aussenden, würde auch eine Umbenennung des Neubaus nicht ausreichen. Selbst wenn im Innern gute Arbeit zu Frieden und Versöhnung geleistet würde, bliebe stets ein Unbehagen bestehen.

Nun ist ein Neubau der Garnisonkirche ja kein Projekt des Denkmalschutzes, daher bietet sich ein Kompromiss an:
Warum nicht eine Versöhnungskirche oder nur den Turm in der alten Form wieder errichten, aber neue, dem neuen Inhalt angepasste Symbole als Schmuckelemente anbringen?
Es könnte ein Wettbewerb unter Künstlern stattfinden: Die barocke Formensprache und Proportionen beibehalten, aber die Symbolik verändern, Skulpturen schaffen, die von Versöhnung und Frieden handeln.

Erst dann würden die Befürworter in meinen Augen wirklich glaubwürdig sein in ihrem Wunsch, die Schönheit der zerstörten Kirche wieder herstellen zu wollen und gleichzeitig ein Zentrum der Versöhnung zu schaffen.
Überflüssig wäre dann die Häme, mit der die Befürworter die Gegner des Projekts immer wieder überschütten, überflüssig wäre dann der Vorwurf, ein Symbol des Militarismus vergangener Zeit wieder auferstehen zu lassen.

Schwerter zu Pflugscharen war nicht der schlechteste Vorschlag, den Christen machen können.
Worthülsen der Versöhnung vor eindeutig gegenteiliger Formensprache in Stein machen den christlichen Versöhnungsgedanken nicht wirklich glaubwürdiger.


Steven O'Fearna Potsdam


28. August 2014 | 13:42

Petra Günther

Betreff:MAZ- Beitrag "Pfarrer gegen die Garnisonkirche"

Was hat ein Bau an sich, mit dem zu tun, was Menschen in ihm veranstalten?
Zitat: „Die Kirche habe von ihrer Eröffnung 1735 an „der Einstimmung von Soldaten auf Gehorsam bis in den Tod“ gedient. In ihr sei eine „religiöse Deutung des Krieges als „Gottes Wille“ gepredigt worden“. Also ehrlich liebe Leute, es reicht!!! Da wird ja wieder auf dem Militär und König rumgehackt Die ehrenwerten Pfarrer sollten doch am besten wissen, dass gerade die Kirche doch diesbezüglich sich eher zurückhalten sollte… wenn sie schon die Vergangenheit aufrollen, dann doch erstmal an die eigene Nase fassen. Auch die Kirche hat sich nicht mit Ruhm bekleckert, sondern eher durch Folter, Hexenverbrennung, Abgaben, oder auch zahlreiche Kriege- die im Namen des Herren geführt wurden, von sich reden gemacht, wo die Kirche selbst kriegstreibend war. Und? Die evangelische sowie die katholische Kirche werden doch auch nicht auf die Vergangenheit reduziert, man hat sich entwickelt und Möglichkeiten bekommen zu beweisen, dass sie Gutes tun. Da wurde doch auch nicht gesagt:" oh, im Namen der Kirche wurden Verbrechen an Menschen begangen, lasst sie uns auflösen!"
Gerlachs Bau ist einzigartig, hat das Stadtbild lange geprägt und ist auch für Nichtchristen wie mich, einfach ein Eyecatcher, Anziehungspunkt und ein respektverdienender Prachtbau! Wenn man Bilder von früher und heute vergleicht, da fehlt sie einfach. Es ist einfach ungerecht, sie für alles Schlechte verantwortlich machen zu wollen Als sie gesprengt wurde, gab es zahlreiche Tränen, es wurde auch damals Beschwerde eingereicht, nur kam man gegen Ulbrichts Wille nicht an. Was Sie veranstalten, ist für viele ein Schlag ins Gesicht, weil Sie stellen uns- die Befürworter, als Kriegsverherrlicher dar. Die Menschen bewirken tag täglich, wie etwas bewertet wird und tun einzig und allein durch ihr Handeln etwas Gutes oder Schlechtes- aber NIEMALS kann ein Gebäude etwas dafür.

Warum muss ausgerechnet die Garnisonkirche wieder dafür herhalten, dass sich entweder vorher Unbekannte , wie Herr Boede und Herr Wohlfahrt, jetzt auch noch etwas in vergessene Personen, auf ihre Kosten profilieren müssen…
Es wurde niemals behauptet, dass alle Christen für den Wiederaufbau sind und auch der Eindruck ist nie entstanden, was bitteschön, muss man dann in der Öffentlichkeit gerade rücken? Und warum fängt man solche Diskussionen in der Wahlperiode an? Das hat alles nichts mit dem Wohlwollen für Potsdam zu tun, sondern nur für das Eigene..

Petra Günther


28. August 2014 | 12:59

Steven O'Fearna

Nun haben sich endlich auch Christen zu Wort gemeldet,
die drauf aufmerksam machen wollen, dass es nicht nur unisono Zustimmung gibt zum Aufbauprojekt der Garnisonkirche.
Zweifellos gibt es Gegner, die hier ein Möglichkeit sehen gegen Kirchenbau im Allgemeinen zu protestieren. Aber es gibt auch für Christen genügend Gründe, den Wiederaufbau der Garnisonkirche in Frage zu stellen.
Mit dem Aufbau könnte ich mich gut arrangieren, wenn es denn so sehr gewünscht wird. Städtebaulich könnte Potsdam an der Stelle auch tatsächlich etwas schönes zurückgewinnen.
Was mir aber wirklich unangenehm auffällt ist die Symbolik, mit der die Fassade geschmückt war/sein wird: Kriegstrophäen!
Wie könnte ein Ort der Versöhnung weithin sichtbar mit Attributen von Siegen übersät sein?
Als in Bayern aufgewachsener Katholik ist mir schon vor Jahren aufgefallen, dass die Garnisonkirche kein einziges christliches Symbol nach aussen zeigt:
Kein Kreuz auf der Spitze (In die Wetterfahne Christliches hinein zu interpretieren ist schon arg weit hergeholt), und eben die vielen militärischen Zeichen, die für Siege stehen.
Es hat mich immer persönlich angegriffen, dass behauptet wurde, die Gegner des Wiederaufbaus der Garnisonkirche seien gegen eine sichtbare Kirche im Stadtbild Potsdams.
Vielmehr sind es die unchristlichen Symbole, die einem Kirchenbau nicht besonders gut stehen.
Gerade wegen der viel beschworenen nationalen Bedeutung muss das doch auffallen, dass hier bildhaft Triumphe gefeiert werden über militärisch geschlagene ehemalige Gegner Deutschland.
Gerne also einen Ort des Nachdenkens und der Versöhnung, aber die Formensprache ist der nach aussen sichtbare Ausdruck dessen was in einem Gebäude repräsentiert ist.
Mein Vorschlag: die Kelche neu zu füllen mit Symbolen für Frieden - Vielleicht ein Wettbewerb unter Künstlern - von mir aus auch in barocker Formensprache nah an den ursprünglichen Schmuckelementen.


26. August 2014 | 21:25

Uhlenbrock

Gestern war ich in Wismar und stand fassungslos vor dem Turm der Marienkirche. Das Kirchenschiff ließ Ulbricht sprengen. Der Platz des Kirchenschiffes ist noch unbebaut und natürlich gibt es in der Stadt eine rege Diskussion, ob man die Kirche nicht komplett wieder aufbauen soll. Und wieder sind es die Linken, in welcher organisatorischen Form auch immer, die dagegen sind. Sie sind überall dagegen, ob in Potsdam, in Magdeburg beim Aufbau der Ulrichskirche, in Leipzig beim Aufbau der Universitätskirche St. Pauli. Die Argumente wechseln, in Wismar heißt es, das Geld wird dringend gebraucht für soziale Zwecke, in Magdeburg heißt es, man wolle keine Disneyland-Replik, außerdem gehören Kirchen verboten wegen des Missbrauchs von Kindern. Zu Ulbrichts Zeiten wurden in der DDR 60 Kirchen abgerissen, 17 allein in Berlin, 10 in Magdeburg, 3 in Rostock u.s.w. . Wenn einige wenige davon wieder aufgebaut werden sollen, sind immer die Linken mit wechselnden Argumenten dagegen. Das sollte man sich mal vor Augen halten. Die Linken stecken immer noch im tiefsten kirchenfeindlichen Sumpf der Ulbricht-Ära. Da können alle noch so sehr davon reden, dass man den Menschen das Projekt nicht nahegebracht hat. Das interessiert die Linken nicht , da können alle noch so viele Argumente sammeln. Leider sind viele linke Funktionäre noch nicht einmal in der Honecker-Ära angekommen, die ja eine Neubewertung Preußens vorgenommen hatte. Nein,im Denken ist das ein Rückfall in die Stalin -Zeit. Und da muss man die Menschen abholen. Man muss ihnen klarmachen, dass sie doch in Wirklichkeit mit dieser furchtbaren Zeit nichts zu tun haben wollen. Und wer sich für die Christen im Nahen Osten einsetzt, kann nicht ernsthaft etwas gegen den Aufbau von Kirchen in unserem Land haben.

Mit freundlichen Grüßen


17. August 2014 | 20:38

Mathias Kalt

Weil man Geschichte nicht einfach in die Luft sprengen darf.


13. August 2014 | 22:12

Dr. v. Livonius

Nehmen wir einmal an, ich wäre gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche, also für das Bürgerbegehren “Potsdam ohne Garnisonkirche” (PoG). Da würde auch ich für einen Bürgerentscheid kämpfen, zumindest eine Bürgerbefragung. Nur so hätten wir ein ehrliches Meinungsbild. Wer ein gutes Gewissen hat, braucht das nicht zu fürchten. Doch um strategisch richtig zu planen, würde ich vorher – obwohl natürlich überzeugt – meine Chancen und Berechtigung prüfen, also:

1. Angenommen, es würde sich wirklich – was ich natürlich ablehne – um ein Objekt nationaler Bedeutung handeln, wie die Dresdner Frauenkirche oder Schloss Sanssouci. Wäre dann eine auf die Stadt Potsdam beschränkte Abstimmung ausreichend? “Nationale Bedeutung” klingt nach “Nation”. Müssen wir dann nicht ein deutschlandweites Volksbegehren organisieren? Unsere – guten – Argumente werden ja sicher die Mehrheit überzeugen. Oder etwa nicht? Potsdam ist ja etwas Besonderes, wurde zu DDR-Zeiten besonders radikal entchristlicht auf einen Protestantenanteil von ca. 15 Prozent. Also doch besser alle fragen? Wir wollen ja ein ehrliches Votum.

2. Unsere Argumente müssten ja eigentlich überzeugen: “Potsdam soll kein Museum werden”, “die Garnisonkirche war eine Nazikirche”, “deshalb ist sie eine Kirche der Schande”, “nur eine Minderheit will sie”, “das Geld wird woanders benötigt”, “das Versöhnungskonzept ist passé”, usw. Doch schon die alten Römer meinten: Willst du wirklich richtig entscheiden, höre – selbst wenn es schwer fällt – auch den anderen Teil (=”audiatur et altera pars”).

3. Und auf der Suche nach überzeugenden Gegenargumenten finde ich nun folgendes. Das”BÜNDNIS POTSDAMER MITTE”, in dem die Innenstadtvereine zusammengeschlossen sind, hat am 10. Juni einen Aufruf veröffentlicht, “Potsdam mit Garnisonkirche”. Wenn ich ganz objektiv bin – was mir natürlich schwer fällt – , eigentlich haben die recht. Also lesen! Die Internetadresse lautet: www. mitteschoen.de/startseite/nachrichtenarchiv.html.


12. August 2014 | 22:09

Lammert, Elke

Zitiert aus Waltraud Volk "Potsdam - historische Straßen und Plätze heute" von 1988: "...Sie war die erste der evangelischen Kirchen, die Friedrich Wilhelm I. in Potsdam errichten ließ,... 1735 war der gesamte Bau fertiggestellt.....Die Kirche, die als der bedeutendste Sakralbau des preußischen Barock galt, ..., in dessen Spitze ein holländisches Glockenspiel, vom Vorgängerbau übernommen, aufgehängt war....Eine genaue Sitzordnung sah vor, daß die Zivilgemeinde im Schiff auf Bänken sitzen konnte, während die Soldaten auf den umlaufenden zweigeschossigen Emporen den Gottesdienst stehend anhöhren mußten...In ihr wurden er (Friedrich Wilhelm I.) und später auch sein Sohn Friedrich der II. beigesetzt..."
279 Jahre bedeutender deutscher Kulturgeschichte stehen hier einem winzigen Zeitraum von gerademal 21 Jahren sozialistischem Städtebau gegenüber. Der erfolgreiche Wiederaufbau der städtebaulichen Kubatur des Stadtschlosses sollte Ansporn sein auch dieses Gebäude wieder in seiner ursprünglichen, die Siluette Potsdams prägenden, Form zu errichten!


09. August 2014 | 19:52

Petra Günther

Hat die Garnisonkirche Hitler zugejubelt, oder waren es die Menschen? Wurde das Olympiastadion nicht nur für seine Propaganda gebaut und wie steht es jetzt darum?
Die Babelsberger Filmfabrik wurde auch für Hitlers Propaganda genutzt -und? Nach einer kräftigen Investition nach der Wende ging es voran und sind wir nicht alle stolz auf unsere Babelsberger Filmfabrik?
Wie viel Geld gibt man für Fußball oder Anderes aus-wo es doch so viel Armut auf der Welt gibt? Was tut denn jeder einzelne von uns gegen die Armut, die ja als Argument gegen den Aufbau spricht? Was wird sich ändern, wenn sie nicht gebaut wird? Wenn ich sehe, was man jeden Tag entsorgt…
Hat sich ein Bürger oder Tourist schon mal über das Brandenburger Tor beschwert? Militärsymbole sind oben drauf. Das Neue Palais ist streng genommen auch ein Symbol des Krieges- und für was wird ein Teil der Anlage genutzt? In der Garnisonkirche waren auch Widerständler nicht nur Militärs und Nazis und Wilhelm von Humboldt wurde dort getauft, wie viele andere auch...unsere preußischen Könige haben Akademien, Universitäten, die Charite` etc. ins Leben gerufen. Man kann doch nicht mit Sanssouci werben und das Militär verteufeln? Manufakturen, Handwerker etc. hätte es ohne das Militär doch gar nicht hier in Potsdam gegeben. Warum kommen denn Touristen in die Städte, wegen der Altstadt und nicht wegen der DDR- Bauten. Ihr müsst doch mal zu geben, dass architektonisch die DDR vieles versaut hat! Zu Hause macht man es sich doch auch schön. Und überlegt doch mal, was man mit dem Geld, was die Garnisonkirche( und überhaupt die neue/ alte Altstadt) einbringt, an sozialen Projekten fördern könnte. Schaut Euch die alten DDR Bilder an- Ecke Kanal /Friedrich- Ebert-Straße dieser Klotz, der da stand, oder das Haus des Reisens- Ihr wollt mir doch nicht allen Ernstes erzählen, dass das so hätte bleiben sollen? Wenn jetzt einer sagt: Eure Gärten, die Lieblingskneipe oder Garagen müssen weg, weil da ein Flüchtlingsheim gebaut wird oder ein Obdachlosenheim- seid Ihr dann auch noch so sozial eingestellt? Liegt die Ablehnung nicht einzig und allein daran, dass es sich um eine Kirche handelt? Wie auch immer Kirchen sind Anziehungspunkte und Eyecatcher. Viele sind hier in Potsdam auf Touristen angewiesen, natürlich keine Ärzte und Studenten, aber Händler ,Hoteliers und die Stiftung preußischer Schlösser und Gärten, die durch die Einnahmen das Weltkulturerbe erhalten müssen und möchten.
Wer entfernt eigentlich die Aufkleber mit der Endspurt- Parole? Ist nicht schön, diese an sämtlichen Pfählen und Haltestellen ran zukleben. Steuergeldverschwendung? Sieht so Eurer Meinung nach Stadtbildgestaltung aus?

Petra Günther aus Potsdam


06. August 2014 | 14:52

Helmut Krüger

Ergänzung zum Beitrag vom 6. August, 12:44 Uhr:

@ L. Rother,

selbstverständlich muss - wie am Beispiel des Babelsberger Parks - zuallererst die Erklärung versucht werden, wie mustergültig geschehen seitens von Karl Eisbein. Jedoch ist der Rückschluss m. E. zu kurz gegriffen, dass ein vehementes Dagegen-Sein PAUSCHAL Antwort auf unzureichende Erklärungsversuche sei.

Wenn in einem bayerischen Bergdorf von 100 Häusern 99 sauber gestärkte Gardinen vor den Fenstern haben und der eine,, der Zuageroaste, der hat´s nicht: Dürften die Mehreren bestimmen, was der eine vor´ m Fenster hat (oder nicht hat) oder dürften die dies nicht?


06. August 2014 | 12:44

Helmut Krüger

@ L. Rother,

selbstverständlich ist es ein lohnenswertes wie aufschlussreiches Unterfangen, sich durchaus realistische Fälle vorzustellen und diese gegenüber einander abzuwägen. Nichts anderes ist ja die Aufgabe einer politischen Gestaltung, wenn nicht nur durchgestimmt werden soll. Gleich mal, von welcher Seite. Von daher geht die etwas polemische Antwort - wie ich das empfunden habe - die das etwas in den Bereich des Absurden abzuschieben versucht, fehl.

Eine Ablehnung der Baumfällungen nach zum Teil massiven Protesten lag genauso im Bereich des Möglichen wie eine Abstimmung und ein Dafürstimmen eines asphaltierten Radweges quer zur Hauptachse von Sannsouci durchaus im Bereich des Möglichen liegt.

Es ist keinesfalls eine Entmündigung der Bürger, vielmehr wäre es eine Selbstentmündigung sowohl der Stiftung Schlösser und Gärten, als auch eine Selbstentmündigung der gewählten Stadtverordneten, auf das Unstatthafte derartiger Abstimmungen nicht hinzuweisen.

Offene Frage, gleich aller möglichen Abstimmungsergebnisse: Wie liegen die Grenzen rein rechnerischer Abstimmungen, wo liegen die Grenzen des Überstimmtwerdens (Musterbeispiel eben BaWü 1952 bzw. BVerfG-Entscheidung Ende der 1960er Jahre, Überstimmverbot bei Berlin-Brandenburg 1996)?

Es wäre m. E. fatal, wenn sich eine Demokratie diese Frage nicht stellte, so viel Wert auch immer darauf gelegt werden und so viel Anstrengungen auch immer unternommen werden müssen, das eigene Vorhaben zu erklären.




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