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Gästebuch

13. Dezember 2016 | 15:46

Dr. Reinhard Kallweit

Ich habe die Befreiung von Kirche und Garnison als Befreiung empfunden und ihre Restaurationsversuche als Zwang in erneute Knechtschaft. Sollte es nicht möglich sein, den Verlust eines Bauweerkes zu ertragen, wo die den Verlust bedauernden Leitfiguren doch schon wieder leiten und gen Russland ziehen. Was an Militär ist eigentlich so versöhnlich. Welcher Widerstandskämpfer hat denn aufbegehrt, als er noch Sieger war. Welche Religionsfreiheit symbolosiert ein Turmbau eines monarchistischen Gehorsamstempels. Waren die Söhne des Landadels nicht jene Wehrmachtsoffiziere, die keine Probleme mit der Verfolgung von Juden und Kommunisten hatten. Haben sie nicht maßgeblich Mitschuld auf sich genommen am Verlust der Heimat von Millionen Deutschen. Können Sie nicht auf dieses eine Symbol von Nationalismus und Krieg, der hübsch gemachten Staats-Auftragskust verzichten, angesichts der Trümmer, die auch in diesem Gleichschaltungshaus ihre Wurzeln hatten.
Tätige Reue wäre angebrachter denn Restauration eigentlich längst überholter Verhältnisse und Turmbauten.


11. September 2016 | 10:24

Uwe Blöcher

Guten Tag
Ein paar Dinge die mir während der Gottesdienstübertragung durch den Kopf gingen..:Schade das die Teilnehmer ein Durchschnittsalter von geschätzt 60 Jahren haben..es fehlen junge Familien mit Kindern..aber da die Anzahl der Stühle ja genau der Teilnehmeranzahl entsprach war das wohl gewollt....leider.
Und der Gottesdienst war zu einem grossen Teil nur ein Werbe- und Ethikvortrag über den Turmaufbau..ich kann verstehen das es kontroverse Diskussion um den Wiederaufbau gibt aber ob man das wirklich in einem Gottesdienst vortragen muss bezweifle ich.


28. Juli 2016 | 23:40

Helmut Krüger

Eine Nachricht vor einigen Tagen aus Thüringen, genauer aus der - wie ich auch finde - wunderschönen Stadt Erfurt:

Neben vielen anderen Parteien und Listen setzt sich auch die örtliche Gliederung der Partei Die Linke dafür ein, dass per Bürgerentscheid nicht einfach über ein religionsstiftendes Gebäude abgestimmt werden dürfe. Gleich, um welche Religion es geht. Das besage schon die Religionsfreiheit.

In diesem Fall geht es darum, dass ein Teil von Bürgern dort über den Bau einer Moschee befinden will.

Ich teile dieses Argument der Nichtabstimmungsfähigkeit voll und ganz.

Es ist Ausdruck der (positiven) Religionsfreiheit, dass nicht die Allgemeinheit über Kirchen-, Synagogen- und Moscheebauten abstimmt, sondern die Kirchen über Kirchen befinden, jüdische Gemeinden über Synagogen, Muslime über Moscheen.

Gleich wo.

Die übergriffigen Interventionen tragen viele Namen, in vielen Orten und mit ebensovielen Begründungen.


04. Juli 2016 | 14:14

Andreas Neuhaus

Ich möchte ein Zitat von Simone Weil anbringen, von deren Werk einige Sprüche in einer Photoausstellung in der berühmten Kirche in Frankfurt/O. angebracht sind.

Menschen errichten Mauern, Jesus sagt "Ich bin die Tür."

Wir sollten keine Mauern errichten und unsere Türen verschließen, ohne unser Gewissen wirklich geprüft zu haben. Wir sollten unsere Türen nicht für alle verschließen.

Zur Geschichte: Wer Geschichte schon unnütz zerstört hat wie manche unserer Vorgänger, sollte sich bewusst sein, was er da gemacht hat. Und wer den Rest von Geschichte auch noch zerstört, der wird keine Zukunft haben. So kann man die Tür mit der Wiedererrichtung der Kirche wieder öffnen. Der ästhetische und symbolische Wert von Architektur ist nicht unnütz. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

So soll die Garnisonkirche wieder durch die vielen Unterstützer rekonstruiert werden und eben ein Ort der Versöhnung sein.

Andere Projekte in Deutschland zeigten und zeigen, dass die Menschen sich nach mehr sehnen als nur nach einem Stück Brot und Oberflächlichkeit. Der Mensch besteht nicht nur aus Körper, sondern auch aus Geist und Seele, idealiter auch aus Transendenz.

Andreas Neuhaus, 13353 Berlin



04. Mai 2016 | 12:45

PETER R. AIKMAN

DIE WIEDERAUFBAU DER GARNISONSKIRCHE IN POTSDAM IST FUER MICH SEHR WICHTIG WEIL ICH ZWEIMALS IN DEUTSCHLAND STATIONERT WAR ALS AMERIKANISCHER OFFIZER. ICH MOECHTE GERNE HILFEN WIEDERAUFBAUEN DIESE BERUHMTE KIRCHE MIT WELTKULTUR BEDEUTUNG DIE
MEINE LANDSLEUTE UND ANDERE ALLIERTE HABEN SO UNNOETIG ZERSTOERT!


04. Mai 2016 | 02:37

hans-roman kitterer

Ärgerlich, dass ich bereits einen Beitrag geleistet habe -- in Kenntnis des jetzt gemachten kleinlauten Kompromisses hätte ich das nie getan, und wenn ich könnte, würde ich die Spende zurückziehen. Ist ja wohl bereits alles weg.... Warum gibt es hierzulande nur faule Kompromisse, keine zielstrebigen Taten, keine Visionen, die durchgekämpft werden, oder eben fallen gelassen? Was soll bitteschön ein barocker Riesenturm mehr sein als ein neues Event in diesem Deutschland der Stillosigkeit, auch was Architektur betrifft? Hauptsache man hat eine Aussichtsplattform -- auf einem Torso, der seinen umgebenden Proportionen beraubt ist, eben dem Kirchenschiff und der umgebenden Bebauung -- so war es nämlich vormals gedacht, als eine Komposition mit ästhetischer Wirkung im Ensemble; gerade der riesige Turm muss seine Bodenhaftung bekommen, sonst wirkt er lächerlich, störend, eben protzig, unförmig. Und die Argumentation, den Gegnern des Ganzen so entgegenkommen zu wollen, ist nicht zu Ende gedacht: der Turm allein wird genauso Zielscheibe der harten Gegner sein und bleiben, das fehlende Kirchenschiff ändert den Sachverhalt nicht. Wenn man in dem Gebäude an diesem Ort den Makel des "Tages von Potsdam" sehen und gebetsmühlenartig betonen WILL, dann tut man das, so oder so. Und wenn man beispielhafte herausragende baukünstlerische Leistung erleben und nachfolgenden Generationen übermitteln will, dann soll man dazu ohne Wenn und Aber stehen, ohne halbe Sachen. Es gibt zu viele verkrachte Bauensembles in Deutschland in Mixturen aus alt und neu, oft aufgrund Kriegszerstörung, aber auch durch Barbarei und Geschmacksverirrungen der Nachkriegszeit. Übrigens: warum darf ein Bischof als Einzelperson als Meinungsbildner und -beeinflusser hervortreten mit dem Postulat, Geld gebe es nur , wenn das Kirchenschiff bewusst modern, als Kontrast zum Turm, wiedererstünde? Wir hatten diese Verirrungen bei unzähligen Bauten in unserem Land, das Ergebnis ist meist so, dass man davor steht und sich eine Meinung abringt, meist ratlos zurückbleibt und "das Beste" an der Mixtur herauszulesen versucht, das spontane Staunen und positive Erlebnis bleibt meist aus, vor allem dann, wenn man weiss, wie alles einmal gedacht war, aussah und jetzt bewusst gewollt "anders" sein muss -- aufgrund der Meinung Einiger...
Enttäuschend, was in Potsdam passiert, enttäuschend, wie Chancen vertan werden, aus einem reichen Schatz, den man gerade auch dort noch hat, Glanzpunkte herauszuarbeiten. Die Dresdner Frauenkirche ist wohl doch ein ganz seltenes Beispiel, wie man Wiederaufbau zur letztlichen Zufriedenheit und anhaltenden Begeisterung sehr vieler Menschen betreiben kann. Diese Menschen sollte man auch nicht in der Hinsicht unterschätzen, dass sie sich nicht einerseits an kompletter schöner Architekturwirkung erfreuen könnten und andererseits über klug eingesetzte informative, gern dominante Elemente in diesem Ensemble auf die delikate historische Problematik des Ortes Garnisonkirche Potsdam hingewiesen werden könnten, vielleicht noch eindrücklicher mit dem Kontrast aus ästhetisch/barock/rekonstruiert einerseits und der Brutalität und Menschenverachtung der Aura, die von dort ausging, andererseits -- vielleicht eindrücklicher, als mit einer das Auge quälenden, ärgerlichen Stilmischung, die einen allein lässt, ärgert und vielleicht gar ablenkt von eben dieser historischen Wahrheit. Die Architektur des 21. Jahrhunderts muss den Zwiespalt dieses Ortes nicht zwingend auf gewollte Weise unterstreichen, Information und Erinnerung gehen gewiss anders...
Schliessen Sie die "Wunde im Stadtbild", wie ja viele formulieren, komplett, zumindest an herausragenden Punkten. Die Finanzierbarkeit solcher Leuchtturmprojekte ist in unserem Land bei Mitwirkung Vieler mittelfristig kein wirkliches Hindernis, das zeigen einige Beispiele.


09. April 2016 | 23:33

Ralph

Tolle Webseite habt ihr da, finde ich echt klasse gemacht und sehr aufschlussreich. Liebe Grüße! Und weiter so :-)


07. April 2016 | 16:04

Wolfgang Mohr

Ich habe mich schon einmal für den Wideraufbau der Garnisonkirche mit einem Brief am 27. Dezember 2014 eingesetzt, der hier auch veröffentlicht wurde. Ich kann bis heute die Haltung von den 14.000 Unterschriften gegen den Wiederaufbau der Kirche nicht verstehen. Nun muss man froh sein, dass wenigstens der das Stadtbild prägende Turm wiedererrichtet wird. Für mich als Christ , der in Westdeutschland aufgewachsen ist, sind für mich die Argumente der Gegner eines Wiederaufbaus unbegreiflich. Ähnliche Argumentationen wie es die Gegner der Garnisonkirche ins Feld führten habe ich in Leipziger Zeitungen zu dem Neubau der katholischen Probsteikirche gelesen, wo anscheinend dieser Sakralbau inmitten der Stadt gegenüber dem Rathaus einigen eingefleischten Atheisten ein Dorn im Auge war. Leider ist geistig in unserem Lande noch nicht alles zusammen gewachsen, was zusamen gehört. Nach dem Sprichwort: "die Kirche im Dorf zu lassen," so gehört sie ebenfalls in die Großstadt. Wenn wir neue Kirchen bauen und historische rekonstruieren, und sie mit religiösem Leben füllen können, dann brauchen wir uns auch nicht vor einer angeblichen Überfremdung angesichts der Flüchtlinge zu fürchten. Ich freue mich, dass wenigstens recht bald der Turm steht und spätere hoffentlich gläubigere Generationen können dann vielleicht das Kirchengebäude wieder herstellen, so wie bei der Rekonstruktion des Potsdamer Stadtschlosses mit dem Eingangstorturm ja auch der Anfang gemacht wurde.
Wolfgang Mohr Hattersheim am Main


28. März 2016 | 22:31

A. Stahl

Im Nachgang! Wieviele Kardinäle der Medici-Dynastie haben Kinder in den heiligen Räumen des Vatikan in Rom gezeugt; und dennoch ist die Grabstätte des Jüngers Petrus nach wie vor d e r
Zentrale Ort der Katholischen Kirche. Also stellt bitte keine von Menschen instrumentalisierten
Ereignisse über die zeitlose und alles überstrahlende Bedeutung eines Gotteshauses.
Ich darf wünschen, ich bin verstanden worden.
Mit den besten Grüßen nach Potsdam. Albert Stahl.


28. März 2016 | 22:04

A. Stahl

Startet endlich den Wiederaufbau dieses kulturgeschichtlich wesentlichen Bauwerks.
Der dauernde Austausch der Argumente ist mittlerweile unerträglich. Jede, aber auch wirklich jede bedeutende Stadt in Deutschland würde sich glücklich schätzen, ein Bauwerk mit derart prägnantem Hintergrund sein Eigen zu nennen.
Lasst die verdammte kleinbürgerliche Diskutiererei und nehmt Euch ein Beispiel an Franzosen und Enggländern, die weitsus selbstbewusster mit Gebäuden von solch historischer Bedeutung umgehrn. Die Diskussionen sin absolut kleinkariert und kleinbürgerlich.
Also! Legt endlich los!!!!




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