Was denken Sie über das Projekt, was sind Ihre Wünsche, Meinungen, Anregungen? Teilen Sie es uns mit und tragen Sie sich in unser Gästebuch ein.


Eintragung
*Pflichtfelder
Die E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

Gästebuch

09. November 2017 | 17:26

Helmut Krüger

Auch wenn es gewiss schon oftmals und auch von anderen in analoger Form gesagt worden ist, liegt es mir doch gerade nach den gesuchten Krawallen - so "muss" ich es wohl ausdrücken - auf der Seele:

Es gibt eine weitaus höhere Berechtigung, das Reichsluftfahrtministerium / Haus der Ministerien der DDR / Bundesfinanzministerium in Berlin wieder abzureißen, weil genau dieser Bau Prototyp der Welthauptstadt Germania war, als die Garnisonkirche in Potsdam nicht wieder aufzubauen.

Zu Bauzeiten war die Hof- und Garnisonkirche Potsdam baulicher Ausdruck eher eines Philosophenstaates, der sich nebenbei auch noch ein Militär hielt, als dass das Ausdruck eines Militarismus war, wie erklärte Gegner der Garnisonkirche das behaupten. Auch die Präsentation des Figurenschmucks zeugt von dieser eher indirekten Lesart, der nur "rückwärtsgewandt" und mit heutigen Augen als militärverherrlichend angesehen werden kann.

Wieweit ist eine Gesellschaft in der Lage, Geschichte in weiter Perspektive zu denken, alle Facetten mit einzubeziehen und wieweit ist sie eher propagandistisch veranlagt, dass Geschichte auf ganz wenige Facetten reduziert wird, pardon: im Sinne eines Reiz-Reaktions-Musters?

In einem solchen weiten Sinne kann nur eine Einladung ausgesprochen werden. Jetzt wie auch nach Errichtung des Turms.


08. November 2017 | 17:56

Melka Eleni

Sehr geherte Damen und Heeren. Neulich Habe ein Bericht im zdf über die Garnison Kirche in Berlin gesehen. und der anderem hieses das wenig Maerial übrich geblieben ist von der zerstörung des Grieges. Meine Scheiegermutter lebte in Potztamt und besas ein öl Bild das die Kirche und umgebung dar stelt. wer interese über diesen beweis bestet stele ich euch das bild zur verfügung .


06. November 2017 | 11:27

Auggie Wren

Es zeugt von einem merkwürdige Menschenbild, wenn Menschen in Sippenhaftung genommen werden, nur weil ein paar Leute, die keine Mieter im Rechenzentrum sind, ein wenig zu laut auf der letzten Schimärenveranstaltung waren.
Es zeugt auch von moralischer Schwäche und Selbstherrlichkeit, über den Hebel der Nichtduldung des Rechenzentrums Dirhgebärden abzuspulen. Vielleicht offenbart sich letztlich darüber ein Geist, vor dem die Protestierenden zurecht gewarnt haben?
Es sollte ohnehin immer nachdenklich stimmen, wenn Menschen mehr für Fassaden übrig haben als eben FÜR MENSCHEN!


31. Oktober 2017 | 14:41

C J van Avesaath

Ich bin Niederlander und grade nach dem Krieg geboren. Ich wohnte neben die Grenze mit Deutschland. Ich weiss was es bedeutet um Angst zu haben für den bösen nachbarn Deutscher. Aber meine Tante war eine Deutsche, und meine Nachbarin war eine Deutsche,
und daneben hat mein Vater mich mitgenommen wenn er für seine Hobby nach Deutschland fur. Und da habe Ich auch Kriegsversehrten gesehen. Und lernte die Deutschen wieder als Menschen zu sehen. Weshalb sollte also keinen Soldatenkirche gebaut werden, 63 Jahr nach dem Krieg, obwohl Ich nicht glaubig bin. Mir stört mehr das die Bayreuther Musiktempel zur zeit von Hitler über viele Jahren besucht wurde, und nun noch immer besucht wird durch den Deutsche Elite. Was mir ach stört, is das vom Linker extremistischer Seite in Deutschland immer so geschimpft wird, obwohl das gedankengut vom Baader Meinhof und RAF noch immer herum schwirmt. Last uns also eine Kirche bauen, und gedenken das jeglicher Form der gewalt, so wie vom rechts, und von Links, niemals daführ gesorgt hat das sich Menschen näher kommen. Also wohne Ich nun 9 Jahren in Deutschland und sehe welche mühe die Deutschen machen um dieses Gespenst des Terror
zu bekämpfen. Und laßt es eine Friedenskirche werden


31. Oktober 2017 | 01:45

Ernst Müller

Ästhetisch ansprechendes und wunderbares Gebäude.


29. Oktober 2017 | 12:01

Joachim Dresdner

Sehr geehrte Damen und Herren, ich regte mich über diesen Artikel im "Tagesspiegel"auf:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/wiederaufbau-der-garnisonkirche-der-turmbau-zu-potsdam/20509946.html
und finde ihn einseitig, weil gegen die Versöhnungsabsicht gerichtet: „(Die) einzige Kirche des „Dritten Reiches“…, in der Hitler eine Ansprache hielt.“ Aber eben eine von vielen Kirche in der DDR, die Ulbricht wegsprengen ließ!
Der Professor für neue Geschichte ignoriert (absichtlich) jene Restgemeinde, die im Turmgewölbe den letzten Gottesdienst abhielt, den Ulbricht’schen Enteignungsbescheid in Hand, ignoriert den Stadtarchitekten, der seinerzeit Parteiführer Ulbricht auf die Lücke in der Potsdamer Stadtsilhouette aufmerksam machte, worauf dieser entgegnete: Nu, dann schaffen sie sich eine neue Silhouette!
Sie war als Militärkirche auch die Kirche Henning von Tresckows (1901-1944) und von Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg (1902-1944).
Der Autor, Prof. Gailus, hätte sich in alle historischen Kapitel einlesen sollen, finde ich.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Dresdner


12. September 2017 | 12:08

Gerda Martin

Guten Tag, ich möchte Ihnen ein Detail zum Einsturz des Glockenturmes mitteilen. Im Jahre 1959 war ich in Jena zum Konfirmantenunterricht bei Superintendent Kranich der evang. Kirche. Er berichtete uns dass er den Einsturz des Glockenturmes miterlebte. Was mich damals sehr beeindruckte war, dass das Glockenspiel dabei spielte : üb immer Treu und Redlichkeit. Das
war die letzte Aktion und das hat mich durch mein Leben begleitet, das konnte ich nicht vergessen und ich denke, das sollte auch nicht vergessen werden in der Geschichte der Kirche.
Mit freundlichen Grüssen aus Hessen
Gerda Martin
Dipl.-Ing.(FH)


18. August 2017 | 14:39

Wolfgang Banse

Die Garnisionskirche gehört zu Potsdam wie die Spree zu Berlin.Sie hat entscheidend das Stadtbild von Potsdam mit geprägt-und sollte deshalb wieder aufgebaut werden.
Als Zeichen, Mahnzeichen für den Frieden.Gotteshäuser wurden zur Ehre und zum Lobe Gottes gebaut.In ihnen wird gesungen, gebetet,meditiert.Gotteshäuser sind lebendige Bausteine.Keine tote Materie.In ihr findet Leben statt,vielfältig, nicht einseitig.


13. Juli 2017 | 14:20

In der historischen Symbolik der evangelischen Garnisonkirche verbinden sich auf ganz besondere Weise zwei menschenfeindliche Haltungen: Der Antisemitismus und eine antidemokratische Gehorsamshaltung, die sich auch aus dem in der Kirche symbolisierten Preußentum herleitet. Am „Tag von Potsdam“ wurde diese Verbindung auf historisch einmalige Weise unter den wohlwollenden Blicken des damaligen Generalsuperintendenten Otto Dibelius symbolisch vollzogen. Diese Verbindung aus altem und neuem Antisemitismus sowie preußisch-antidemokratischer Gehorsamshaltung hat in den nachfolgenden Jahren zu dem Massenmord an den jüdischen Mitbürger in Deutschland geführt.

Wenn jetzt ein Wiederaufbau dieser Kirche geplant ist, der der Versöhnung dienen soll, so sollte zuerst einmal die Frage gestellt werden, wie denn die Nachfahren der Opfer zu diesem Projekt stehen. Denn Versöhnung kann nur gelingen, wenn auch die Opfer eine Stimme haben, sonst verkommt sie zur hohlen Geste der Macht, die schon soviel Unglück gebracht hat.

„Als „Kirche der Schande“ bezeichnet die Gesetzestreue Jüdische Landesgemeinde in einer Erklärung das Gotteshaus, dessen Wiederaufbau seit Jahren von der Garnisonkirchenstiftung vorangetrieben wird: „Schon allein das Vorhaben des Wiederaufbaus schadet dem nationalen und internationalen Ansehen der Stadt Potsdam und sorgt für tiefste Enttäuschung bei weiten Teilen der jüdischen Bevölkerung“, schreibt der Vorstand rund um Shimon Nebrat.“

„Dabei sei die 1945 im Zweiten Weltkrieg zerstörte und 1968 in der DDR abgerissene Garnisonkirche, um deren Wiederaufbau sich seit Jahren verschiedene Initiativen bemühen, "nicht nur für die jüdische Gemeinschaft äußerst negativ-symbolträchtig“.“

Sieht so Versöhnung aus? Versöhnungsgottesdienste können schon jetzt an diesem Ort gefeiert werden. Ernst gemeinte Versöhnung verzichtet demütig im Bewußtsein der eigenen Schuld der evangelischen Kirche an der Shoa auf einen Wiederaufbau der Garnisonkirche gegen den Willen von Teilen der jüdischen Gemeinden in Deutschland.





Logo Wiederaufbau Garnisonkirche Potsdam
zum Seitenanfang