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Gästebuch

10. April 2014 | 12:01

franck_gk

Die Stimmung ist wohl für jeden schwer einzuschätzen. Das Bürgerbegehren benötigt 13.500 Unterschriften, um "erfolgreich" zu sein. Damit ist aber noch nicht die Meinung der Potsdamer, sondern die Meinung der Gegner festgestellt. Über die Meinung der Mehrheit könnte ein anschließender Bürgerentscheid im nächsten Jahr mehr Aufschluß geben, an dem wenigstens 25% der Potsdamer Wahlberechtigten teilnehmen müßten. Bei einer Online-Umfrage der MAZ vor einiger Zeit ging 60 : 40 für den Wiederaufbau aus, diese Umfrage war allerdings wegen der Möglichkeit der Mehrfachstimmabgabe fragwürdig. Zum Sinn derartiger Umfragen muß man sich vor Augen führen, daß es heute große Zustimmung zur Frauenkirche in Dresden und zum Potsdamer Stadtschloß gibt, während vor dem Bau die üblichen Mehrheiten dagegen waren.


Burkhart Franck


10. April 2014 | 00:29

Holger Weiss

Ich kann die Stimmung in Potsdam schwer einschätzen. Rechnet denn die Stiftung mit einem Erfolg des Bürgerbegehrens? Wie viele Unterschriften sind denn zu erwarten?


09. April 2014 | 17:30

franck_gk

Sehr geehrter Herr Zehle,
Über das Interesse an der Garnisonkirche freuen wir uns in der Tat sehr, auch wenn es zurzeit von einigen Parteien kräftig und einseitig für ihren Wahlkampf genutzt wird. Mit dem Bürgerbegehren wird noch nicht die Meinung der Potsdamer festgestellt, sondern nur, ob die Zahl der Gegner eines Wiederaufbaus für einen anschließenden Volksentscheid (im nächsten Jahr?) ausreicht. In meiner Antwort auf den vorhergehenden Beitrag in unserem Gästebuch können Sie erkennen, daß es mir gerade nicht um ihre Diffamierung sondern um eine Relativierung der Aussage ging, alle Gegner seien "kirchenhassende Kommunisten". Allerdings habe ich nicht erwähnt, daß unter den Gegnern natürlich auch solche ohne ideologische oder geschichtliche Voreingenommenheiten sind, was ich hiermit gerne nachhole.
Beste Grüße,
Burkhart Franck


Danke und Gruß,
Ihr
Burkhart Franck


09. April 2014 | 17:02

Stephan Zehle

Sehr geehrter Herr Franck,

ich als Potsdamer freue mich ja über die Möglichkeit, mittels des Bürgerbegehrens meiner Meinung über den Wiederaufbau der Garnisonkirche
Ausdruck verleihen zu können. Meines Erachtens sollte es doch auch für Sie sehr wichtig sein zu erfahren, welches Interesse Ihr Projekt
in der Stadt genießt, in der Sie es realisieren wollen.
Wenn ich nun aber Ihre Einschätzung der ideologischen Verfaßtheit der Gegner dieses Projektes lese, bestürzt mich das.
Soll denn auch das geplante Versöhnungszentrum in diesem Geiste geführt werden?
St. Zehle


08. April 2014 | 11:57

franck_gk

Sehr geehrter Herr Uhlenbrock,

Sie sollten das nicht ganz so schwarz (oder rot) sehen. Das Projekt steht nicht auf der Kippe: alles ist für den Baubeginn vorbereitet. Es fehlt nur noch der Nachweis über die Gesamtfinanzierung des 1. Bauabschnitts, der bis zur großartigen Förderzusage des Bundes von 2013 auch nicht erforderlich war. Das gegenwärtige Wahlkampfgetöse derjenigen Parteien, die mit dem Thema "Garnisonkirche" Aufmerksamkeit erlangen wollen, braucht uns nicht zu beunruhigen. Es wird mit der Landtagswahl schlagartig verstummen. Der verdrehte Inhalt des Begehrens hat ohnehin keinerlei Chance, den Wiederaufbau zu stoppen.

Nach meinem Eindruck sind die Gegner des Wiederaufbaus nicht nur kirchenhassende Kommunisten. Es sind auch andere Menschen mit geringen Geschichtskenntnissen oder verzerrtem Weltbild darunter, die noch heute der Propaganda von Goebbels und der SED zum "Tag von Potsdam" aufsitzen. Seit der Beteiligung des AStA der Uni Potsdam sind darunter auch Studenten mit fröhlicher Unbefangenheit gegenüber geschichtlichen Fakten.

Daß sich nun so viele Menschen des Themas "Garnisonkirche" annehmen, sollte auch uns fröhlich stimmen und uns veranlassen, noch mehr Aufklärung zu leisten und Freunde zu gewinnen.

Viele Grüße,
Burkhart Franck


07. April 2014 | 19:52

Helmut Krüger

@ Freiheit bzw. sehr geehrter Herr Maier,

weder die Kirche noch die Freiheit sehe ich als begründungspflichtiges Erfordernis, sondern als Selbstverwirklichung von Menschen an. Insofern sehe ich weder das eine noch das andere unter Vorbehalt.

Sehr geehrter Herr Bauer,

insoweit stimme ich auf jeden Fall mit Ihnen überein: Vorfestlegungen haben die Eigenart, hinterher nicht "lockerer" werden zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Krüger


07. April 2014 | 13:12

Uhlenbrock

Sehr geehrter Herr Franck!

Um Argumente geht es doch schon lange nicht mehr. Die Argumente sind alle längs ausgetauscht. Es geht darum, welche Denkschule in Potsdam das Sagen hat, die kommunistisch geprägte mit einer konsequenten Ablehnung aller auch positiven Bestandteile unserer Geschichte,mit einem unbändigen Hass auf Preußen und Deutschland im allgemeinen, mit jeglichem Widerstand gegen eine Wiederherstellung von Bezügen zu dem alten Potsdam und mit einem unglaublichen Kirchenhass. Diese Leute werden Sie nicht mit Argumenten überzeugen können. Aber wenn es erstmal zu einem Bürgerbescheid gekommen sein sollte, werden noch weniger Menschen bereit sein zu spenden.
Das Projekt steht auf der Kippe.


05. April 2014 | 19:15

Günther Bauer

Sehr geehrter Herr Krüger,

gerade jetzt ist die Zeit gekommen, sich massiv für die Garnisonkirche auszusprechen. Wie das geschieht, ob mit eigener Unterschriftenkampagne oder nicht, ist zweitrangig. Nur muss die Stiftung endlich aktiver werden. das immer recht allgemein gehaltene "Aufklären" nützt nichts wenig gegen überzeugte Ideologen.

Mit freundlichen Grüßen

Günther Bauer


04. April 2014 | 14:22

franck_gk

Sehr geehrter Herr Maier,

ganz unbestritten war die Garnisonkirche derjenige Bau, der das Stadtbild Potsdams am stärksten geprägt hat. Nach dem Urteil aller Zeitzeugen war er auch äußerst eindrucksvoll. Die Garnisonkirche paßte vollständig zu ihrem Umfeld - Sie sind der erste, der dies bestreitet. Was nicht in das Umfeld paßt, sind eher das gefängnisartige, aus einem Plattenbau hervorgegangene Studentenwohnheim und das gegenüberliegende postmoderne IHK-Gebäude.

Das Versöhnungskonzept der Garnisonkirche befaßt sich nicht mit Architekturfragen. Ich empfehle Ihnen, es sich in unserer Ausstellung für 5 Euro zu kaufen und es zu studieren. Sie werden dabei erkennen, daß es in die Gegenwart und Zukunft gerichtet ist. Wir sind zurzeit dabei, es zu überarbeiten, und sind dabei für ernstgemeinte Anregungen dankbar.

Beste Grüße,
Burkhart Franck


04. April 2014 | 14:17

Freiheit

Sehr geehrter Herr Krüger,

von einem imposanten und stadtbildprägenden Bau kann man an dieser stellen nicht reden. Die Kirchen-Replik ist ein Neozoon und berücksichtigt weder die aktuellen Erfordernisse, noch die Bauten im Umfeld. Ein Bau gegen den Willen der Potsdamer-Bürger ist zudem nicht mit dem Versöhnungskonzept vereinbar.

Man sollte den Potsdamern überlassen wie diese sich die Entwicklung der Stadt vorstellen modern nach den heutigen Erfordernissen oder rückwärtsgewandt aus dem vor-vor-letzten Jahrhundert.

Viele Grüße
Freiheit



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