18.06.2018 | „Sie haben alles in Schutt und Asche gelegt“

Sprengung der Garnisonkirche Potsdam im Juni 1968, heimlich aufgenommen von einem Kranführer der schräg gegenüber liegenden "Interhotel"-Baustelle (heute Hotel Merkur); Foto: privat/SGP

Beim Erzählpodium „Mein Potsdam“ am 20. Juni in der Nagelkreuzkapelle am Baufeld der Garnisonkirche berichten Augenzeugen  ab 19 Uhr von der Sprengung.

Am 23. Juni vor 50 Jahren in der Zeit des „Prager Frühlings“ wurde der Turm der Garnisonkirche nach einem gescheiterten Versuch an einem Sonntagmorgen zur Gottesdienstzeit final gesprengt. Viele Menschen haben diese Minuten nicht vergessen. Gerhard Rütenik etwa war 19 Jahre alt, als er zusammen mit Schulkameraden die Sprengung miterlebte. „Sie haben alles in Schutt und Asche gelegt“, erinnert sich Rütenik. Aus Angst vor der Stasi hätten sie nur von weitem zugeschaut. Einige Monate später wurde er bei einer Solidaritäts-Demonstration zum „Prager Frühling“ dann tatsächlich verhaftet – aber das ist eine andere Geschichte.

Die Bilder vom in sich zusammenfallenden Turm haben sich nicht nur ihm ins Gedächtnis gebrannt. Beim Erzählpodium „Mein Potsdam“ am 20. Juni 2018 erinnern außer ihm die Zeitzeugen Hannchen Borchers, Gebhard Falk, Peter Radicke, Dieter Wendland, Christa Urig und Hartmut Knitter an die Sprengung und berichten, wie sie den 23. Juni 1968 erlebt haben.

Moderation: Pfrn. Cornelia Radeke-Engst

Vorher ist um 18 Uhr Gelegenheit, am Friedensgebet teilzunehmen.

 

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